Titelaufnahme

Titel
Die Wallfahrt der Zeiringer nach Schöder : zur Geschichte einer steirischen Pestprozession in Vergangenheit und Gegenwart / vorgelegt von Birgit Beitlich
Verfasser/ VerfasserinBeitlich, Birgit
Begutachter / BegutachterinEberhart, Helmut
Erschienen2014
Umfang160 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Schöder / Wallfahrt / Geschichte / Schöder / Wallfahrt / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77374 Persistent Identifier (URN)
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Die Wallfahrt der Zeiringer nach Schöder [10.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Wallfahrt der Zeiringer nach Schöder.Zur Geschichte einer Steirischen Pestprozession in Vergangenheit und Gegenwart. Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts wallfahrteten die Zeiringer nach Maria Schöder. Eine Regelmäßigkeit der Wallfahrten lässt sich seit dem Pestjahr 1715 belegen. Bei der verlobten Votivprozession des 18.Jahrhunderts, hatten alle vordergründig das gleiche Motiv, nämlich um Abwendung einer todbringenden Seuche zu bitten oder für deren Beendigung zu danken. Die Wallfahrt der Zeiringer nach Schöder zeigt eine beeindruckende Kontinuität, die nur durch Verbote der Obrigkeit oder durch Wetterkapriolen kurzfristige Unterbrechung fand. Ihre historische Entwicklung vollzog sich in Wellenbewegungen mit Höhepunkten in der Zeit des Barock und gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in der Romantik. Ein Aufwärtstrend ist seit Anfang der 1980er Jahre zu erkennen. Die Wallfahrt war im Laufe der Jahrhunderte naturgemäß einem Wandel unterworfen. Der Weg ist eine Konstante im ganzen Geschehen, lediglich die Art und Weise ihn zurückzulegen war verschieden. Aus der zweitägigen Fußwallfahrt wurde 1973 eine eintägige Fußwallfahrt, die zu mitternächtlicher Stunde ihren Anfang nimmt. Ein wichtiges Element dabei war und ist das Gebet, im Sinne von Meditation. Traditionelle Motive wie Glaube, Bitte oder Dank spielen nach wie vor eine große Rolle. Sowohl der Heimatort der Wallfahrer, als auch der Wallfahrtsort haben durch ihre historisch-gesellschaftlichen Entwicklungen ihren Anteil an der Wallfahrtsgeschichte. Wallfahrt als ein sehr vielfältiges, kulturelles System wurde in dieser Arbeit versucht darzustellen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Pilgrimage of the “Zeiringer” to Schöder. The History of a Styrian Plague Procession in the Past and PresentAs a matter of fact the pilgrims from Oberzeiring, „the Zeiringer“ came to Maria Schöder in the middle of the 17th century. A regularity of these pilgrimage tours is documented since 1715, the year of the plague. And also later on in the 18th century when similar processions, the so called “Votivprocessions”, took place, people always had the same motive for their pilgrimages: Above all they begged for averting the deadly plague or to be grateful that they overcame the Black Death. The pilgrimage of the “Zeiringer” to Schöder shows a remarkable continuity, only shortly interrupted by prohibitions of the authorities or freak weather. The historical development of pilgrimage was a steadily up and down and had its absolute Golden Age in the Baroque period as well as in the Romantic period in the middle of the 19thcentury. Actually there is an upward tendency since the early 1980s.It`s natural that things have changed in the long run of time. So the two-days walk was shortened in 1973 to a one-day lasting procession starting at midnight. Prayer as a kind of meditation is worth mentioning too. Nowadays the traditional motives like the faith in God, Please and Thanks play an important role. Both, the home village of the pilgrims and the pilgrimage destination are responsible for the historic-social development in pilgrimage. Christian pilgrimage is a complex, cultural topic which has been described in this thesis.