Titelaufnahme

Titel
Geschlechterungleichheiten im heutigen Russland : "Ljuboj molodoj mužčina - koberʹ" i "vse baby svoloči" ; "Jeder junge Mann ist ein geiler Bock" und "Die Weiber sind doch alle gleich" ; eine Analyse des Science-Fiction-Buches Černovik und der deutschsprachigen Übersetzung 'Weltengänger' / vorglegt von Yasemin Çelik
Weitere Titel
"Every young man is a womanizer" and "All women are the same" - Gender differences in modern-day Russia : an analysis of the Science-Fiction novel Černovik and its German translation Weltengänger
Verfasser/ VerfasserinÇelik, Yasemin
Begutachter / BegutachterinBrozio, Heike van Lawick
Erschienen2014
Umfang118 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Lukʹjanenko, Sergej <Černovik> / Übersetzung / Deutsch / Lukʹjanenko, Sergej <Černovik> / Übersetzung / Deutsch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77292 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechterungleichheiten im heutigen Russland [1.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand dieser Masterarbeit ist die Untersuchung des russischsprachigen Science-Fiction-Buches (Weltengänger) und dessen Übersetzung ins Deutsche. Die Bücher werden in Hinblick auf Gender-Ideologien und Geschlechterungleichheit im heutigen Russland analysiert, da angenommen wird, dass Trivialliteratur, darunter auch Science-Fiction, häufig dafür verwendet wird, verschiedene, beispielsweise sexistische, Ideologien zu propagieren. Da die Forschungsfelder Science-Fiction/Trivialliteratur und die Ideologien, die oft darin zum Ausdruck kommen, bis jetzt noch kaum untersucht wurden, wird diesem Zusammenhang in der Arbeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Ziel der Arbeit ist zunächst durch die Untersuchung der gesellschaftlichen Situation Russlands herauszufinden, ob im Alltagsleben oder im öffentlichen Diskurs von Gleichstellung der Geschlechter gesprochen werden kann. Die ideologische Positionierung des Autors Sergej Lukjanenko sowie der Verlage und der Übersetzerin Christiane Pöhlmann wurde eruiert, um feststellen zu können, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie z.B. sexistische Ideologien propagieren. Es wird davon ausgegangen, dass in der russischen Gesellschaft die Geschlechter nicht gleichgestellt werden und dass diese Ungleichheit in das Buch eingearbeitet wird. Zur Untersuchung werden die Analysemodelle von Van Dijk und Munday sowie Alekseeva zurate gezogen, anhand derer auf Textebene untersucht wird, ob und inwiefern sich Ideologien dort widerspiegeln. In der Übersetzung wird untersucht, wie Pöhlmann mit ideologisch durchdrungenen Aussagen umgeht, und, ob diese beibehalten oder verändert werden. Ergebnis der Untersuchung ist, dass im Original tatsächlich sexistische Aussagen sowie Gender-Stereotype propagiert werden. Pöhlmann verändert vor allem das Sprachregister von Umgangssprache in Hochsprache und beeinflusst somit den Stil des Textes, was u.a. zur Folge hat, dass ein positiveres Bild von Russland vermittelt wird.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject of this master thesis is the analysis of the Russian science-fiction novel (Rough draft) and its translation into the German language. In particular, the focus lies on gender ideologies and gender differences in modern-day Russia, since it is hypothesized that popular fiction, for example, science-fiction is used to propagate and promote various ideologies, e.g. sexist ideologies. Due to a lack of research in the fields of science-fiction and its underlying ideologies, this study seeks to connect these domains.The goal of this research is both to analyse the social situation in Russia and investigate gender equality in everyday life or in the public discourse. The ideological positions of the author Sergej Lukjanenko, the publishing companies and the translator Christiane Pöhlmann will be determined in order to find out how likely it is that they propagate and promote e.g. sexist ideologies. It is argued that in the Russian society men and women are not treated equally and that those inequalities are woven into the book. By means of the models by Van Dijk, Munday and Alekseeva the textual level is analysed and determined whether it reflects ideologies and if so, in which way. It will also be analysed how Pöhlmann deals with ideologically influenced statements in the translation and if she maintains these statements in the translation or changes them. The results of the research show that sexist statements and gender stereotypes are indeed propagated and promoted in the original book. Pöhlmann, particularly, adapts the register of language from a colloquial to a high level language and, therefore, influences the style of the text, which, for instance, creates a more positive image of Russia.

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