Titelaufnahme

Titel
"Die Minister kommen und gehen; die Dolmetscher hingegen bleiben[...]" : eine Untersuchung autobiografischen Erzählens von Dolmetschern / vorgelegt von Senad Mulalić
Verfasser/ VerfasserinMulalić, Senad
Begutachter / BegutachterinWolf, Michaela
Erschienen2014
Umfang89 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Autobiografie / Dolmetscher / Autobiografie / Dolmetscher / Online-Publikation / Diplomatie / Außenpolitik / Dolmetschen / Erlebnisbericht / Diplomatie / Außenpolitik / Dolmetschen / Erlebnisbericht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77209 Persistent Identifier (URN)
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"Die Minister kommen und gehen; die Dolmetscher hingegen bleiben[...]" [4.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Untersuchung autobiografischen Erzählens von drei Dolmetschern, die für wichtige politische Persönlichkeiten im außenpolitischen Einsatz waren. Ihre Arbeitserfahrungen als diplomatische Dolmetscher veröffentlichten Igor Kortschilow (1997), Ivan Ivanji (2007) und Wolfgang Ghantus (2011) später in ihren Autobiografien. Das Anliegen dieser Arbeit ist es, die Autobiografien in Hinsicht auf das autobiografische Genre und das Selbstbild des jeweiligen Protagonisten zu analysieren. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass es sich bei den Autobiografien zwar um Texte mit weitgehend autobiografischem Charakter handelt, doch bestehen auch Unterschiede in den einzelnen Autobiografien im Hinblick auf ihre Neigung zu anderen Subargattungen der Autobiografie, wie etwa dem autobiografischen Roman, den Memoiren, dem Tagebuch etc. Weiters wird davon ausgegangen, dass die Autobiografien Realitätselemente enthalten, die anhand von Personennamen, Orts- und Zeitangaben und Zitaten überprüft werden. Diese Untersuchung stellt den Grad der Authentizität im jeweiligen Werk fest. In weiterer Folge wird das Selbstbild des jeweiligen Dolmetschers näher beleuchtet. Es liegt die Vermutung nah, dass die diplomatischen Dolmetscher sich ihrer Macht als Kultur- und Sprachxperten bewusst waren und diese auch bei Bedarf eingesetzt hatten. Die Grundlage der Untersuchung bilden die in der Sekundärliteratur dargestellten wichtigsten Merkmale von Autobiografien. Diese Analyse ergibt, dass gewisse Tendenzen zu Subgattungen der Autobiografie in allen drei Werken vorhanden sind. Die Überprüfung der Realtitätselemente erzeugte eine Differenzierung in Hinsicht auf die Authentizität in den Werken. Durch die Beispiele aus der Berufspraxis wurde das Selbstbild des Dolmetschers im Detail erschlossen und ergab, dass alle drei Dolmetscher viel mehr waren als nur Sprachmittler. Sie fungierten oftmals als Konfliktmanager, Berater, Übersetzer und Schriftführer.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis is a comprehensive study of the autobiographical narrative of three interpreters who contributed to foreign affairs and worked with significant political figures. Igor Korchilov (1997), Ivan Ivanji (2007) and Wolfgang Ghantus (2011) published their work experiences as diplomatic interpreters in their autobiographies. The objective of this thesis is to analyse autobiographies in regard to the autobiographical genre together with the self-image of the respective protagonists. The underlying hypothesis is that these autobiographies are, in fact, documents with an extensive autobiographical character, although there are considerable distinctions in individual works with reference to their dispositions to other related genres related to autobiography, such as autobiographical novel, memoirs, journal etc. Furthermore, it is being assumed that these autobiographies contain real-life elements, which are being verified on the basis of personal names, location, time information, and several quotations taken from the autobiography. The analysis determines the degree of authenticity in the respective works. After the analysis of the texts, the self-image of the respective interpreters is being explored. The assumption is that the interpreters were well aware of their cultural and linguistic expertise. The study was based on a list of significant autobiographical features outlined in the secondary literature. As the result of this analysis, tendencies toward the autobiography-related fields are obvious in all three works. The revision of the facts created a certain differentiation in regard to the authenticity within the works. On the examples taken from the professional experience, a detailed self-image of the interpreter had been developed, which revealed that all three interpreters had been much more than just linguists. They had often acted as conflict managers, counselors, translators and secretaries.