Titelaufnahme

Titel
Glossolalie - Poem über den Laut : Übersetzung als Übertragung eines Kunstwerkes ; eine Analyse / vorgelegt von Clara Gaisbauer
Verfasser/ VerfasserinGaisbauer, Clara
Begutachter / Begutachterinvan Lawick Brozio, Heike
Erschienen2014
Umfang97 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Belyj, Andrej <Glossalolija> / Übersetzung / Deutsch / Belyj, Andrej <Glossalolija> / Übersetzung / Deutsch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77141 Persistent Identifier (URN)
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Glossolalie - Poem über den Laut [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Fokus dieser Arbeit stand eine Annäherung an das Thema „Literaturübersetzung“. Dabei wurde davon ausgegangen, dass jedes literarische Werk eine künstlerische Einheit durch spezifische Merkmale gekennzeichnet bildet. Somit wurde auch Andrej Belyjs (1922), Glossolalie Poem über den Laut (2003) als Kunstwerk betrachtet, dessen Charakteristika sich vor allem aus dem symbolistischen Schreibstil des Autors, der Manifestation seines anthroposophischen Weltbildes sowie aufgrund von komplexen intertextuellen Verweisen ergeben. Analog dazu wurde das Ziel der Übersetzung von literarischen Werken darin gesehen, die Einheit des originalen Kunstwerkes mitsamt deren Charakteristika in der Übersetzung wiederaufleben zu lassen, damit das Werk auch in der Zielsprache den Status eines Kunstwerkes erhält. Demnach war die Forschungsfrage dieser Arbeit, ob die Werkskohärenz des russischen Originals in der deutschen Übersetzung erkennbar ist. Dabei wurde von der Hypothese ausgegangen, dass nicht alle spezifischen Merkmale, die das Ganze definieren, in der Übersetzung wiederzufinden sind. Dies wurde damit begründet, dass, aufgrund der Tatsache, dass das Werk 80 Jahre lang als unübersetzbar galt, angenommen werden muss, dass eine Übersetzung, die alle charakteristischen Elemente des Originals wiederaufnimmt, als unmöglich erachtet und somit möglicherweise auch nicht angestrebt wurde. Zur Überprüfung der Hypothese wurde zum einen die Theorie der Paratexte von Genette herangezogen, da in der untersuchten Ausgabe des Werkes die paratextuellen Elemente eine wesentliche Rolle spielen, und zum anderen das Kohärenzmodell von Böhler, das eine Analyse innerhalb der sigmatischen, semantischen, pragmatischen und syntaktischen Dimension eines Textes vorgibt. Es wurde festgestellt, dass die Kohärenz nur teilweise hergestellt wird, wodurch die Hypothese als verifiziert angesehen werden kann und die Über Status des Kunstwerkes nicht völlig erreicht hätte.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject of this thesis is “literary translation“, whereas it is based on the premise that literary books are artistic entities composed of various characteristics. Thus, Andrei Belys (1922), Glossolalia A Poem about Sound (2003) is considered a piece of art. The main characteristics of the poem are the authors unique symbolist style, the manifestation of his anthroposophical viewpoint and the complex intertextual references. According to this assumption, it is the goal of literary translation to revive the original piece of art, defined as a unit, consisting of certain characteristics in the target language. Consequently the translation would become a piece of art itself in the target language. The goal of the present thesis is to investigate if the coherence of the original text is depicted in the German translation. It is assumed that not all characteristics which define the source text can be found in the German target text. This assumption was based on the grounds that the original text was considered untranslatable for 80 years. Hence it can be presumed that it had been regarded as impossible to create a translation that includes all characteristics of the source text. Thus it is likely that the translator was not striving for such a target text. In order to examine this assumption the original text and the translation where analyzed using two models. First the paratexts, that play a distinctive role in the examined edition of the poem, were analyzed using Genettes theory. Subsequently Böhlers model of coherence in literary translations was applied in order to examine the coherence of the original and the translation within their sigmatic, semantic, pragmatic and syntactic dimension. The analysis showed that not all characteristics of the source text can be found in the target text, confirming the hypothesis. As a result, the original piece of art is not fully revived in the translation.