Titelaufnahme

Titel
Inhouse - all inclusive? : divergente Arbeitsorganisation in internen und ausgelagerten Übersetzungsabteilungen technischer Unternehmen / vorgelegt von Andrea Grillitsch
Verfasser/ VerfasserinGrillitsch, Andrea
Begutachter / BegutachterinRisku, Hanna
Erschienen2014
UmfangIX, 199 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Technologieunternehmen / Übersetzung / Outsourcing / Technologieunternehmen / Übersetzung / Outsourcing / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77121 Persistent Identifier (URN)
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Inhouse - all inclusive? [0.98 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit basiert auf der Fragestellung, inwieweit die Arbeitsorganisation in internen und ausgelagerten Übersetzungsabteilungen technischer Unternehmen divergiert. Ausgehend von der These, dass aufgrund der räumlichen Unmittelbarkeit zwischen Bedarfstragenden und ÜbersetzerInnen eine zeitsparendere Abwicklung von intern vergebenen Aufträgen zu erwarten ist, wurde der Fokus in der qualitativen Untersuchung auf unterschiedliche Teilaspekte des translatorischen Berufsalltages gelegt. Anhand leitfadengestützter Interviews, die mit drei Inhouse-Übersetzerinnen sowie drei selbständigen Translatorinnen durchgeführt wurden, konnten neben den sozialen und lokalen Rahmenbedingungen auch der Workflow, der Einsatz von Übersetzungstechnologien und ausgewählte Teilbereiche der Arbeitszufriedenheit beleuchtet werden. Dabei wurde versucht, all diese Aspekte in Beziehung zum bestehenden Vertragsverhältnis zu setzen. Das Forschungsinteresse bestand des Weiteren darin, herrschende Machtverhältnisse sowie mögliche Informationsasymmetrien unter den jeweiligen VertragspartnerInnen mit Hilfe der Netzwerkforschung und der Agency Theory zu rekonstruieren. Nach der Transkription und Analyse des erhobenen Datenmaterials erfolgte der Vergleich der beiden Forschungsgruppen. Im Zuge dessen konnte gezeigt werden, dass sich Outsourcing-Maßnahmen nicht zwingendermaßen zum Nachteil für ÜbersetzerInnen gereichen, insbesondere wenn der direkte Kontakt zwischen beauftragender und ausführender Partei gewährleistet ist. Zudem ließ sich aus der Gegenüberstellung trotz des überraschend hohen Stresslevels und Zeitdruckes der Übersetzerinnen eine deutliche Zufriedenheit der Befragten mit ihrer momentanen Arbeitssituation verzeichnen. In Hinblick auf den Einsatz von Translationstechnologien und deren Auswirkung auf die terminologische Konsistenz wurde kein Unterschied zwischen den beiden Forschungsgruppen festgestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

The present paper aims to investigate the difference of the work organization in in-house and outsourced translation divisions of technological companies. The qualitative research deals with different aspects of translators professional life and is based on the hypothesis that due to the spatial immediacy of client and translator, the realization of translation projects is expected to be less time-consuming within internal translation divisions. At the centre of interest were the social and local conditions as well as the workflow, the use of translation technology and special parts of work satisfaction. Therefore, semi-structured interviews were conducted with three in-house and three freelance translators. A further purpose of the study was to reconstruct prevailing power relations and possible asymmetries of information between the respective contractual parties by applying both network research and Agency Theory. After completing the transcription and analysis of the collected research data the focus was put on the comparison of the translators responses, which showed that outsourcing not necessarily implies negative impacts on the working conditions, especially when the two interacting parties are in immediate contact with one another. In addition, most interviewees seemed to be satisfied with their current work situation, in spite of the high stress level and time pressure. The study also allowed to identify more similarities than differences between the two consulted groups regarding the use of translation technology and its impact on terminological consistency.