Titelaufnahme

Titel
Familienberatung Beratung am Limit? : über die vielfältigen Herausforderungen im Arbeitsalltag der Familienberater/innen und deren individuellen Umgang mit Belastungen / vorgelegt von Julia Dunst ; Andrea Feichtinger
BeteiligteDunst, Julia ; Feichtinger, Andrea
Begutachter / BegutachterinWächter, Natalia
Erschienen2014
Umfang232, VII Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Familienberatung / Arbeitsbedingungen / Psychische Belastung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76875 Persistent Identifier (URN)
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Familienberatung Beratung am Limit? [2.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diverse wissenschaftliche Studien, unter anderem Poulsen 2010/2012, zeigen auf, dass psychische Belastungen verstärkt im Sozialbereich anzutreffen sind. Aufgrund dieser Forschungsergebnisse wurde in der vorliegenden Arbeit das Arbeitsumfeld der Familienberatungsstellen in der Steiermark analysiert. Es kann davon ausgegangen werden, dass diverse Anforderungen sowie Herausforderungen an das Beratungspersonal gestellt werden, da sich die Familienberatungseinrichtungen durch ihr breites Klientel sowie deren vielfältige thematische Schwerpunkte kennzeichnen. In diesem Zusammenhang wurden der herausfordernde Arbeitsalltag, die hierfür benötigten Handlungskompetenzen sowie die zur Verfügung gestellten psychohygienischen Maßnahmen für das Beratungspersonal thematisiert. Aufgrund dessen ergab sich die forschungsleitende Fragestellung, welche Handlungskompetenzen Familienberater/innen aufweisen sollen und welche psychohygienischen Maßnahmen ihnen in herausfordernden Situationen zur Verfügung stehen.Zur Beantwortung wurden zwanzig problemzentrierte Experten/inneninterviews mittels eines teilstrukturierten Leitfadens steiermarkweit durchgeführt und nach dem sechsstufigen Verfahren nach Mühlfeld ausgewertet. Die Auswertung ergab, dass psychische Belastungen vor allem im Beratungsprozess festgestellt wurden und großteils durch selbst erlernte Copingstrategien und regelmäßige Teamsitzungen verarbeitet werden. Genauso stellte sich heraus, dass ein positives Arbeitsklima entscheidend zu einem gelungenen Beratungsprozess beiträgt. Als ökonomische Belastung wurde vielfach das zu knapp bemessene und über Jahrzehnte hinweg stagnierende Budget von Familienberatungsstellen angegeben.

Zusammenfassung (Englisch)

Academic research, for example done by Poulsen 2010/2012, revealed that people working in the social field have a high potential for suffering under emotional distress. Because of these studies we chose to analyse the working area of family counsellors in Styria. In these counsellor centres exists a cross-generational target group. Therefore it can be assumed that the counselling staff has to deal with various requirements. Because of this reason the challenging working day experiences and the occupational competence as well as coping strategies of family counsellors are the main focus in this master thesis.Our research question was, which occupational competences a family counsellor should have and how the coping strategies are organized.To answer these questions satisfactorily, twenty partly guided interviews were conducted. The interpretation of data was done with the method developed by Mühlfeld. The results showed that emotional distress occurs mainly during the counselling hours. Often the coping strategies were personally attached or processed in regular team meetings. Furthermore it is important to have a positive working atmosphere to achieve good results in a counselling session. An economic strain is the stagnation of the income and funding in this field. Since decades there has been no increase of the yearly budget.