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Title
Gallien: 52 vor Chr. : zur politischen und strategischen Konstellation eines Kampfraumes / vorgelegt von Michael Frank
AuthorFrank, Michael
CensorTausend, Klaus
Published2014
Description100 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Kt.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Gallien / Geopolitik / Geschichte 52 v. Chr. / Gallien / Geopolitik / Geschichte 52 v. Chr. / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76779 Persistent Identifier (URN)
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Gallien: 52 vor Chr. [1.47 mb]
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Abstract (German)

Bis ins Jahr 52 v. Chr. ist Zentralgallien von militärischen Auseinandersetzungen zwi-schen Galliern und Römern größtenteils frei geblieben. Nachdem Caesar zwischen 58 und 53 v. Chr. große Teile Galliens hin bis zur Rheingrenze unterworfen hat, überrascht ihn eine weitgespannten Koalition gallischer Stämme unter ihrem Anführer Vercinge-torix mit dem Versuch, die Römer durch einen Bewegungskrieg mit logistikrelevanten Planungselementen aus Gallien zu vertreiben. Beide Kriegsparteien haben für ihre je-weilige Strategie die durch die vorhergehenden Kriegsjahre ausgelösten geopolitischen und militärischen Umwälzungen einzubeziehen. Die Eroberungsräume Ostgallien, Bel-gium, Rheingrenze, Britannien, Aremorica und Aquitanien nehmen durch ihre aktuel-len politischen Konstellationen in unterschiedlichem Maß Einfluss auf den sich entwi-ckelnden Krieg in Zentralgallien. Römische Sicherheitsinteressen, die provincia Gallia Transalpina betreffend, sind ebenso ausschlaggebend wie die von Caesar geplante, aber nur schwer durchsetzbare Neuordnung für Gallien. Die gallische Koalition gegen die Römer durchläuft vier Phasen, in denen unterschiedliche politische und militärische Dynamiken wirken, mit direkten Einflüssen auf die strategischen Konzepte der gegneri-schen Parteien. Nach dem römischen Sieg in Alesia kann keinesfalls von einer Befrie-dung des gallischen Eroberungsraumes gesprochen werden. Trotzdem ist die grundle-gende Umwälzung der bisherigen geopolitischen Lage in Gallien deutlich.

Abstract (English)

Until 52 b.c. Central Gaul remained largely free from military conflicts between Gauls and Romans. After the subjection of large parts of Gaul out to the Rhine frontier be-tween 58 and 53 b.c. by Caesar, a wide-ranging coalition of Gallic tribes under their leader Vercingetorix surprises him with the attempt to drive the Romans out of Gaul by a war of movement with logistics-relevant design elements. For their strategies both fac-tions have to include the radical geopolitical and military changes triggered by the pre-ceding war years. In varying degrees the conquest spaces of eastern Gaul, Belgium, the Rhine frontier, Britain, Aremorica, and Aquitaine affect the developing war in Central Gaul with their current political constellations. Roman security interests regarding the provincia Gallia Transalpina are just as crucial as the reorganization of Gaul as planned by Caesar, but difficult to enforce. The Gallic coalition against the Romans goes through four phases with a variety of political and military dynamics, with direct influences on the strategic concepts of the opposing parties. Despite the Roman victory at Alesia the Gallic conquest space is by no means pacified. Nevertheless, the fundamental revolution of the geopolitical situation in Gaul is obvious.