Titelaufnahme

Titel
Verständnisse von Inklusion und ihr Wirken in der Praxis : eine soziologische Betrachtung des Grazer Behindertenbereichs / Sarah Roßmann
Verfasser/ VerfasserinRoßmann, Sarah
Begutachter / BegutachterinWatzka, Carlos
Erschienen2014
Umfang128 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Inklusion <Soziologie> / Behinderung / Inklusion <Soziologie> / Behinderung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76752 Persistent Identifier (URN)
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Verständnisse von Inklusion und ihr Wirken in der Praxis [0.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Inklusion, das im Behindertenbereich seit Jahren verbreitet ist. Es geht darum, wie es auf theoretischer und praktischer Ebene beschrieben und verstanden wird, welche Rahmenbedingungen mit inklusivem Denken und Handeln verbunden sind und welche Strategien für dessen Umsetzung gefunden werden. Das Ziel der Arbeit ist es, die Realitäten und Potentiale der Inklusion im (Grazer) Behindertenbereich zu analysieren. Im theoretischen Teil wird der Begriff „Behinderung“ präzisiert und anhand rechtlicher Bestimmungen und soziologischer bzw. erziehungswissenschaftlicher Theorien vorgestellt. Auf den Begriff „Inklusion“ wird anhand seines aktuellen wissenschaftlichen Diskurses eingegangen. Im empirischen Teil dienen neun qualitative, leitfadenorientierte Interviews als Datengrundlage dazu, das Verständnis von Inklusion aus Sicht der AkteurInnen im Feld darzulegen. Die (Inhalts-)Analyse zeigt, dass Inklusion zum einen auf der konzeptionellen Ebene gedacht wird und als Modell zu verstehen ist, das „von oben nach unten“ erarbeitet und umgesetzt wird; zum anderen besitzt die Inklusion eine gesellschaftliche Dimension, die sich in der inneren Werthaltung widerspiegelt und als (utopischer) Leitgedanke für den Umgang mit Vielfalt fungiert. Desweiteren geht aus dem Datenmaterial hervor, wie bedeutsam die Inklusionsdebatte für Menschen mit Behinderung ist. „Einbezogensein“ oder „Einbezogenwerden“, „leben wie andere auch“ oder „unter Ihresgleichen bleiben“ in der vorliegenden Arbeit wird geklärt, inwiefern Menschen mit Behinderung am Diskurs beteiligt sind und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Das Konzept der Inklusion hinterfragt durch seine reflexive Perspektive übliche Normen, Verhaltensweisen und Einstellungen und ist dazu geeignet, das (gesellschaftliche und persönliche) Bewusstsein zu sensibilisieren.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with the concept of inclusion, which has been present in the field of disability for years. The core of this thesis is to give a theoretical and a practical description of what inclusion is, as well as determining factors which are connected to inclusive thinking. The more practical part is dedicated to identifying concrete strategies for the implementation of these theories. A main focus of this paper is to find out more about the status quo and the potential capacity of inclusion in the field of disability in Graz. The theoretical part specifies the definition of 'disability', going into detail on the basis of legal and sociological, resp. pedagogical theories. To concretize the idea of inclusion, contemporary scientific discourses: are utilized: connection to ‘exclusion, boundary to ‘integration, and understanding as a human right. The empirical part consists of nine qualitative, guideline-oriented interviews, representing the basis for understanding inclusion from the perspective of stakeholders. The analysis shows that on the one hand, inclusion is thought on a conceptual level, which means that models are developed ‘from top to bottom and on the other hand, it shows the social dimension that inclusion has, which reflects implicit value judgments acting as a utopian guiding idea for how to deal with diversity. Another result arising from this analysis is to show how important a discussion about inclusion is, especially for humans with a disability: ‘being included or ‘getting included, ‘live like others or ‘live in their peers the thesis at hand gives an idea of how far humans with a disability are involved and participate in this kind of debate and which consequences result out of this. The concept of inclusion challenges conventional standards, patterns and approaches through a reflexive perspective, and tends to sensibilize the social and personal consciousness.