Titelaufnahme

Titel
Zusammenhang von Ehrlichkeit und Spenden : eine experimentelle Studie / Matthias Pack
Verfasser/ VerfasserinPack, Matthias
Begutachter / BegutachterinLeopold-Wildburger, Ulrike
Erschienen2014
UmfangIII, 86 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Ehrlichkeit / Spende / Ehrlichkeit / Spende / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76669 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenhang von Ehrlichkeit und Spenden [2.08 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Thema Ehrlichkeit spielt seit jeher eine wichtige Rolle in Gesellschaften. In vielen Bereichen des Zusammenlebens, insbesondere in wirtschaftlichen Situationen, ist das ehrliche Verhalten von Personen oft mitbestimmend für Erfolg oder Misserfolg. Der Fokus dieser Masterarbeit liegt auf dem Aspekt der Ehrlichkeit und deren Beeinflussbarkeit durch Spenden. Dieser Ansatz stellt eine ganz neue Betrachtungsweise dar und wird an Hand experimenteller Studien erforscht. Fischbacher und Heusi (2008) zeigen mit ihrem Würfelexperiment, dass finanzielle Anreize auf das ehrliche und unehrliche Verhalten von Personen einwirken. Ein fairer Würfel hilft bei der Bestimmung für die Auszahlung der Probanden. Die Teilnehmer/innen können einfach und anonym von der Wahrheit abweichen und die individuelle Auszahlung erhöhen. Der Aufbau des Experiments gleicht jenem von Fischbacher und Heusi und wird mit zwei Ergänzungen erweitert. Die eine Hälfte der Teilnehmer/innen bestimmen die individuelle Auszahlung mit dem rollen eines fairen Würfels. Für die andere Hälfte wird die Augenzahl mit einem Computerprogramm generiert. Dies verschafft den Vorteil, die einzelnen Entscheidungen genau analysieren zu können. Die zweite Ergänzung ist die Adaption der Möglichkeit das vierdiente Geld teilweise oder zur Gänze zu spenden. Unterschiede bei den Ergebnissen konnten sowohl bei der Häufigkeit des unehrlichen Verhaltens als auch insbesondere bei der Höhe des Auszahlungsbetrags nachgewiesen werden. Die Kontrolltreatments und die Spendentreatments die mittels Computer durchgeführt wurden, zeigen einige Unterschiede im Entscheidungsverhalten der Probanden auf. Geringe Unterschiede können bei der Häufigkeit des unehrlichen Verhaltens (Kontrolltreatment 33,33% und Spendentreatment 31,82%) erkannt werden. Die Mittelwerte der Auszahlungen liegen im Kontrolltreatment bei 3,08 und im Spendentreatment bei 2,71 . Außerdem können Verhaltensunterschiede zwischen Frauen und Männern festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Honesty is a very prominent topic in our society. Especially in situations in which honesty or dishonesty influences the economic outcome. With a simple dice experiment Fischbacher and Heusi (2008) show that financial incentives facilitate dishonest behavior. Similar to their experiment we analyze the connection between personal enrichment and honesty. As an enhancement to their experiment we also analyze the facilitation of dishonest behavior if the participants are incentivized by the possibility to donate their financial gains for a charitable cause. With the goal to measure the exact deviation of the reported from the actual outcome we also run a computer based dice experiment. There are four treatments: two groups take part in the computer experiment whereas the other two groups determine the outcome by rolling a standard dice. One subgroup participating in the computer treatment is incentivized by financial gains (A1) which they can keep for themselves whereas the other subgroup (A2) is incentivized by donating the gains. In the standard dice treatment there is the same segmentation between the two subgroups, where B1 works in their own pocket and B2 plays for donations. We find differences between these groups in the frequency of dishonest behavior and in the deviation from the reported number and the actual number. 66,67% (68,18%) of the subjects from group A1 (A2) were honest and 33,33% (31,82%) of the subjects from group A1 (A2) were lying. The accumulate mean of the groups which gain money for their own pocket is 3,08. Whereas the mean of the groups which plays for donation ( 2,71) is much lower. Furthermore our results exhibit the differences of dishonest behavior between women and men. Interestingly we find differences between the median, mean and frequency of dishonest behavior.