Titelaufnahme

Titel
Archaeometric investigations on selected ceramic samples from the Villa Grünau, Styria / Ruth Pichler, BSc
Verfasser/ VerfasserinPichler, Ruth
Begutachter / BegutachterinKlammer, Dietmar
ErschienenGraz, January 2018
Umfangxvii, 111 Seiten : 1 CD-ROM ; Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2018
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Groß Sankt Florian / Villa / Römerzeit / Ausgrabung / Scherben / Archäometrie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-126175 Persistent Identifier (URN)
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Archaeometric investigations on selected ceramic samples from the Villa Grünau, Styria [27.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Villa Grünau ist eine Römische villa rustica in der Südsteiermark, die zwischen 1988 und 2008 ausgegraben wurde und deren Ursprünge wahrscheinlich in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. liegen. Sie wurde wahrscheinlich bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. bewohnt und bewirtschaftet. Diese Forschungsarbeit konzentriert sich auf Scherben, die in und rund um diese Villa gefunden wurden, und basiert auf der archäologischen Dissertation von Susanne Lamm (2011). Aus Vergleichsgründen wurden Proben aus dem Vicus von Lassenberg hinzugefügt. Zusätzlich wurden zwei Fehlbrände aus dem Vicus von Kalsdorf dem Probenpool hinzugefügt, um eine Referenzgruppe zu schaffen, insbesondere auch im Hinblick auf die durch Röntgenfluoreszenzspektroskopie (RFA) erhaltenen Spurenelemente. Es wurden chemische und mineral-petrographische Methoden (OM, RFA, XRF und Mikrosonde-Analyse) angewendet, um archäometrische Daten zur Charakterisierung der Scherben zu erhalten. Mithilfe der Dünnschliffmikroskopie konnten Steinfragmente und Sand als Hauptmagerungsbestandteile der meisten Scherben festgestellt werden. Die Analyse mit der Mikrosonde erbrachte Aufschlüsse über den Charakter der Matrix der Proben. Die RFA-Analysen zeigten, dass das Ursprungsmaterial der Proben CaO-arm und illitischer Natur ist. Die Brenntemperaturen werden aufgrund der Ergebnisse der Röntgendiffraktometer-Analyse (XRD) zwischen 600 und 850C geschätzt. Als Produktionsstätte für die Mehrheit der Proben wird der Vicus von Kalsdorf vorgeschlagen, da die chemische und mineralogische Zusammensetzung und die Magerung der meisten Proben sehr ähnlich ist. Drei Proben (VG 17, VG 23, VG 28) stellen jedoch genau in diesen Bereichen Ausnahmen dar und stammen vermutlich von anderen Produktionsorten und/oder anderen Zeitepochen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Villa Grünau is a Roman villa rustica in Southern Styria, which was excavated between 1988 and 2008 and which quite likely originated in the middle of the 1st century AD. It was probably inhabited until the 4th century AD. This work focuses on shards found at this site and is based on the archeological dissertation written by Susanne Lamm (2011). For reasons of comparison, samples from the vicus of Lassenberg were added. Additionally, two kiln waste samples from the vicus of Kalsdorf were also analysed to create a reference group, especially regarding the trace elements obtained by X-ray fluorescence spectroscopy (XRF). Chemical and minero-petrographical methods (OM, XRD, XRF and electron microprobe) were performed to obtain archeometric data for the characterization of the shards. Optical microscopy (OM) determined that rock fragments and sand were mainly used as temper material of the shards, while with help of the electron microprobe the character of the matrix could be detected.With XRF-analysis, the CaO-poor and illitic nature of the samples could be identified. Firing temperatures are estimated to lie between 600 and 850C based on the results of the X-ray diffractometry-analysis (XRD). Vicus of Kalsdorf is suggested to be the place of manufacture of most of the samples analysed although three samples (VG 17, VG 23, VG 28) are expected to originate from other locations and/or other time periods due to their temper and chemical and mineralogical composition.

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