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Title
Geschlechterdiskurse in der russischen Popmusik / vorgelegt von Lina Maria Gärtner
Additional Titles
Gender discourses in Russian pop music
AuthorGärtner, Lina Maria
CensorHansen-Kokoruš, Renate
Published2014
Description109 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Text dt., Resümee russ.
Teilw. in kyrill. Schr.
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Russland / Popmusik / Geschlechtsunterschied / Russland / Popmusik / Geschlechtsunterschied / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76273 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechterdiskurse in der russischen Popmusik [0.83 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit untersucht Geschlechterdiskurse in der russischen Popmusik. Zu Beginn wird auf Judith Butlers Theorie der Performativität von Geschlecht sowie auf den Ansatz der Cultural Studies zu Popkultur als Ort der Konstruktion von Identitäten, an dem existentielle Kategorien produziert, repräsentiert und verhandelt werden, eingegangen. Daraufhin richtet sich der Blick auf das heutige Russland: Die herrschenden Geschlechterverhältnisse stehen zur Diskussion und es wird auf die Situation der dortigen Popmusik eingegangen. Davon ausgehend stellt sich die Frage, ob die Annahme von Popkultur als Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse und Feld der Reproduktion von Geschlechterstereotypen, an dem gleichzeitig auch der Bruch mit gewohnten Inszenierungen von (Geschlechts-)Identitäten stattfinden kann, auch für die russische Popmusik gilt. Mittels Diskursanalyse nach Foucault werden Liedtexte und Musikvideos von Musiker_innen der beliebtesten Genres der russischen Popmusik untersucht. Die Analyse ergibt, dass sich patriarchale Strukturen, welche in der heutigen russischen Gesellschaft vorherrschend sind, auch in der Popmusik widerspiegeln. Regelmäßig auftretende Symptome patriarchaler Verhältnisse sind die Inszenierung von auf Differenz basierender Zweigeschlechtlichkeit, die Darstellung von als weiblich identifizierten Personen als schmückendes Beiwerk und die damit einhergehende Hierarchie zwischen „männlichen“ Subjekten und „weiblichen“ Objekten sowie die Verharmlosung von (sexueller) Gewalt. Andererseits sind im untersuchten Material auch Verkörperungen gebrochener Geschlechtsidentitäten vorfindbar. Ebenso sind vereinzelt die Lust an Inszenierungen, in denen vorhandene Rollenbilder aufgegriffen und bewusst in Frage gestellt oder überschritten werden, sowie individuelle Ausdrucksformen von (Geschlechts-)Identität jenseits von vorgefertigten Rollenvorstellungen zu beobachten.

Abstract (English)

This thesis examines gender discourses in Russian pop music. First, Judith Butlers theory of gender performativity is discussed. The next part of the thesis deals with the way cultural studies approach pop culture, namely, as a site of identity construction, in which the production, representation, and negotiation of fundamental categories occurs.Subsequently, the focus lies on contemporary Russia: Gender relations are being discussed, and the situation of todays Russian pop music is depicted.On this theoretical basis the following question arises: Is the supposition of pop culture as a reflection of social relations and as a site for the reproduction of gender stereotypes, while at the same time the staging of usual (gender) identities is being broken with, also valid for Russian pop music?Using the method of discourse analysis, as introduced by Foucault, the song texts and video clips by musicians of the most popular Russian pop music genres are investigated. The results of the analysis show that the patriarchal structures prevalent in Russian society find their reflection in pop music. Frequently occurring symptoms of patriarchal conditions in the analyzed song texts and videos are the depiction of a binary gender order, which is based on differences, the depiction of females as decorative accessory, the hierarchy between male subjects and female objects and the trivializing portrayal of (sexual) violence. There are, however, also representations of non-stable gender identities. Furthermore, one can observe situations in which existing social roles are consciously being questioned and transcended. In addition, individual forms of expression of (gender) identities that are not based on existing roles, can be found.

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