Titelaufnahme

Titel
Schreckensbild Zukunft : zeitgenössische russische literarische Anti-Utopien im Vergleich / vorgelegt von Sofie Christin Wolf
Verfasser/ VerfasserinWolf, Sofie Christin
Begutachter / BegutachterinHansen-Kokoruš, Renate
Erschienen2014
Umfang130, VII Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Text überwiegend dt., teilw. russ.
Teilw. in kyrill. Schr.
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterVojnovič, Vladimir N. <Moskva 2042> / Sorokin, Vladimir <Den′ opričnika> / Sorokin, Vladimir <Sacharnyj Kremlʹ> / Slavnikova, Olʹga A. <2017> / Vojnovič, Vladimir N. <Moskva 2042> / Sorokin, Vladimir <Den′ opričnika> / Sorokin, Vladimir <Sacharnyj Kremlʹ> / Slavnikova, Olʹga A. <2017> / Online-Publikation
Schlagwörter (GND)Russisch / Anti-Utopie / Russisch / Anti-Utopie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76242 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Anti-Utopie, die sich mit Tendenzen in der Realität beschäftigt und diese weiterzeichnet, ist bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ein wesentlicher Bestandteil der russischen Literaturgeschichte. Während die Anti-Utopie aufgrund ihrer kritischen Haltung in der Sowjetzeit ein Genre der Dissidenten war, erlebte sie während der Glasnost' als auch rund um die Jahrtausendwende einen Aufwind. Zusätzlich kamen Anfang des 21. Jahrhunderts Diskussionen über die Meinungsfreiheit in Russland auf und die Anti-Utopie avancierte zu einem Ventil intellektueller Aufklärung über die Zukunft. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Beschäftigung mit vier verschiedenen Werken der zeitgenössischen russischen Literatur: Vladimir Vojnovičs "Moskva 2042", Vladimir Sorokins "Den' Opričnika" sowie "Sacharnyj Kreml'" als auch Ol'ga Slavnikovas "2017", und die Frage, ob diese der klassischen Anti-Utopie entsprechen bzw. wodurch sie sich von dieser unterscheiden. Im ersten Teil der Arbeit wird nach einer Definition der literarischen Anti-Utopie anhand von relevanten Autoren und Werken die Entwicklung dieser, insbesondere in Russland nachgezeichnet. Danach werden im Zuge der Theorie sowohl die wichtigsten formalen und inhaltlichen Strukturmerkmale wie die „Isolation“, „Selektion“ und „Idealität“ nach Schulte Herbrüggen sowie die Figur des Außenseiters (nach Weber) als auch die Satire als eines der Anti-Utopie inhärenten Gattungsmerkmale erarbeitet. Im praktischen Teil steht die Untersuchung der ausgewählten Werke im Fokus und es wird einerseits aufgezeigt, welche formalen sowie inhaltlichen Aspekte aus der Gattung der Utopie bzw. Anti-Utopie sich in diesen finden und andererseits, wie unterschiedlich diese Elemente jeweils eingesetzt werden. Als Ergebnis dieser Arbeit konnte festgestellt werden, dass alle vier Werke zwar Elemente der Anti-Utopie beinhalten, diese jedoch auf sehr unterschiedliche Weise verarbeiten und keiner als genuin anti-utopischer Text gelten kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the end of the 19th century, the anti-utopia that deals with and continues the tendencies of reality has already been an essential part of the Russian literary history. Because of its critical approach in times of the Soviet era, the anti-utopia had been a genre of dissidents. However, it was also in the ascendant at times of the glasnost as well as around the turn of the millennium. Additionally, an intense discussion about the freedom of opinion in Russia aroused at the beginning of the 21st century and the anti-utopia advanced to a stepping stone of intellectual enlightenment about the future. The main focus of this thesis is put on the discussion of four different works of the contemporary Russian literature: Vladimir Vojnovičs "Moskva 2042", Vladimir Sorokins "Den' Opričnika" as well as "Sacharnyj Kreml'" and Ol'ga Slavnikovas "2017", and the question if these works are consistent with the classical anti-utopias or the ways in which they differ.In the first part of the thesis, the definitions of the literary positive utopia as well as of the anti-utopia are given and the development of relevant authors and their works, especially in Russia, is portrayed. What follows is the theory of the most important formal and contentual structural features, such as “isolation”, “selection” and “ideality” according to Schulte Herbrüggen, the figure of the outsider (according to Weber) as well as the satire as one of the inherent attribute of genus of the anti-utopia. The practical part of the thesis focuses on the examination of selected works. The formal as well as contentual aspects of the utopia/anti-utopia are illustrated within, and it will be displayed how these elements are applied in different ways. As a result of this thesis, all of the four works contain elements of the anti-utopia, however, the elements are dealt with in diverse ways and none can be considered as genuinely anti-utopian.