Titelaufnahme

Titel
Präimplantationsdiagnostik und der befürchtete Dammbruch / eingereicht von Katharina Schmid
Verfasser/ VerfasserinSchmid, Katharina
Begutachter / BegutachterinSchaupp, Walter
Erschienen2014
Umfang86 Bl. : graf. Darst
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Präimplantationsdiagnostik / Präimplantationsdiagnostik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76150 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Präimplantationsdiagnostik und der befürchtete Dammbruch [0.78 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Präimplantationsdiagnostik (=PID) wird schon seit ca. zwei Jahrzehnten angewandt und wurde im Jahr 2011 auch in Deutschland zugelassen, in Österreich ist sie weiterhin verboten. Bei diesem Verfahren werden dem Embryo im 10-16 Zellstadium ein oder zwei Blastomeren entnommen und diese werden im Hinblick auf bestimmte Merkmale oder Krankheiten, z.B. auf Chromosomenaberrationen, untersucht. PID soll erblich belasteten Paaren die Möglichkeit bieten, selbst ein gesundes Kind zu gebären. Es stellt sich jedoch die Frage, ob man Eingriffe, die natürliche Abläufe derart verändern, zulassen soll. Im Zusammenhang mit PID werden Dammbruchargumente vorgebracht. Ein Charakteristikum von Dammbruchargumenten ist, dass sie hypothetischer Natur sind und sie oft eine mögliche (negative) Veränderung der Gesellschaft befürchten. Die populärsten sind folgende: Es wird gemutmaßt, dass sowohl Menschen mit Behinderung als auch deren Eltern diskriminiert werden, da man mit Hilfe der PID Embryonen selektiert und sie, wenn sie bestimmte Merkmale von Krankheiten und Behinderungen aufweisen, beiseitelegt und der Frau nicht implantiert. Ein weiteres Argument gegen PID beschäftigt sich mit der Frage der Person. Es wird vermutet, dass die Auswahl der Embryonen, die bei einer PID getroffen wird, dazu führen kann, dass man irgendwann nicht mehr davor zurückschreckt, bereits geborene Menschen/Personen zu töten. Ein dritter großer Punkt, der von Gegnern/Gegnerinnen der PID vorgebracht wird, ist das Erstellen von Menschen nach Maß, da man das Geschlecht, die Haar- und Augenfarbe etc. des zukünftigen Kindes bei einer PID feststellen kann. Die in der Masterarbeit beschriebenen Vorgangsweisen und Kosten, sowie die Indikationen, die verhindern sollen, dass es zu einem Missbrauch der PID kommt, sprechen gegen den befürchteten Dammbruch. Wie man PID beurteilt muss jeder/jede selbst entscheiden, denn das Urteil hängt stark mit den jeweiligen Moralvorstellungen zusammen.

Zusammenfassung (Englisch)

Preimplantation genetic diagnosis (=PGD) has been practiced for more than two decades, and while it was legalized in Germany in 2011 it is still banned in Austria. Applying this procedure, one or two blastomeres are taken from the early embryo whilst in its 10-16 cell phase. The biopsied blastomeres are analyzed regarding certain characteristics of diseases, e.g. chromosome aberrations. PGD is meant to help couples confronted with a hereditary handicap, to fulfill their wish for a healthy child of their own. However, this raises a question of whether procedures that change natural processes should be allowed or not. In this context you get confronted with slippery slope arguments. One characteristic of slippery slope arguments is their hypothetical attribute. They are also often connected to the fear of (negative) changes that will occur in society. The most popular arguments are as follows: It is suggested that people with disabilities or their parents could be discriminated due to the fact that with the help of PGD embryos are sorted. Embryos that show features of diseases or handicaps will not be implanted into a woman?s uterus. A further argument against PGD is concerned with the personal status, it suspects that the choice you make with PGD could end by killing already born humans/persons. Another big point that has been made by opponents of PGD, is the creation of people according to a plan because with the help of PGD a baby?s sex, its hair color or its eye color can be detected in advance. This master thesis describes processes, expansions and as well indications that should prevent a misuse of PGD. These aforementioned points argue against the assumed slippery slope. Nevertheless everyone has to make his/her own decision whether PGD should be allowed or banned and this choice is closely linked to everyone?s own attitude of morality.