Titelaufnahme

Titel
Das Prostitutionsgesetz : eine Untersuchung am Beispiel Österreichs, Deutschlands und Schwedens aus diskursanalytischer und rechtlicher Perspektive / Anna Orgler
Verfasser/ VerfasserinOrgler, Anna
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer, Anita
Erschienen2014
Umfang102 S. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Deutschland / Schweden / Prostitution / Recht / Österreich / Deutschland / Schweden / Prostitution / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-76133 Persistent Identifier (URN)
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Das Prostitutionsgesetz [1.16 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Masterarbeit werden die Prostitutionsgesetze in Österreich, Deutschland und Schweden ausgearbeitet. Als Grundlage für die Darstellung der jeweiligen Gesetzeslage dient eine Diskursanalyse, die sich mit der öffentlichen Bewertung von Prostitution auseinandersetzt. Wie eine Regierung Sexarbeit regelt ist abhängig von der moralpolitischen Einstellung. Unter besonderer Berücksichtigung des feministischen Diskurses werden konträre Positionen in der Debatte erläutert. Prostitution wird häufig vereinfacht dargestellt und entweder als Verletzung der menschlichen Würde oder als Recht auf Selbstbestimmung ausgelegt. In Österreich ist Sexarbeit grundsätzlich legal, unterliegt aber zahlreichen Einschränkungen. Sexarbeiterinnen können weder in ein Dienstverhältnis treten, noch wird ihr Berufsstand offiziell anerkannt. Deutschland hingegen erkennt Prostitution seit 2002 als Beruf an, Sexarbeiterinnen sind aber noch nicht völlig gleichgestellt mit anderen Berufsgruppen. Einen anderen Weg hat Schweden gewählt, hier ist der Kauf sexueller Dienstleistungen seit 1999 unter Strafe gestellt. Ausgehend von diesen unterschiedlichen Bestimmungen wird gezeigt, dass alle angeführten Gesetze Schwachstellen aufweisen. In Österreich werden Prostituierte rechtlich benachteiligt, in Deutschland mangelt es an vollständiger Durchsetzung des Prostitutionsgesetzes, da die einzelnen Bundesländer Einschränkungen vornehmen können. Das schwedische Verbot des Kaufes sexueller Dienstleistungen hingegen erschwert die Arbeitsbedingungen für Sexarbeiterinnen, da sie um Kunden zu lukrieren im Verborgenen arbeiten müssen. Beratungsstellen und Polizei haben dadurch einen erschwerten Zugang zu dem Milieu.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis presents the prostitution laws in Austria, Germany and Sweden. Before analysing each statue law, the discourse about prostitution is being evaluated. One main focus lies on the feminist debate on the subject. Feminists and other stakeholders argue that prostitution is either a violation of human rights or everybodys right on self-determination. In Austria sexwork is legal but prostitutes cannot get an employment status or register a trade. Germany on the other hand officially acknowledges prostitution as work since 2002 but sexworkers are still not treaded completely equal on the labour market. Sweden chose another path and decided to penalize consumers of sexual services. Buying sexual services is a crime since 1999.This thesis shows that each of the prostitution laws has weak points. In Austria prostitutes are discriminated in the legal sense, in Germany there is a lack of implementation because each federal state has the right to restrict prostitutes. The Swedish ban on the purchase of sexual services makes it difficult for prostitutes to reach clients, so they have to operate in the shadows. As a result social workers and the police have problems to get access to the milieu.