Titelaufnahme

Titel
Elektronische Fußfessel für Sexualstraftäter? : ein Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland / vorgelegt von Thomas Rachholz
Verfasser/ VerfasserinRachholz, Thomas
Begutachter / BegutachterinSchmölzer Gabriele
Erschienen2014
UmfangVII, 108, XVII Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sexualdelikt / Fußfessel / Strafrecht / Österreich / Sexualdelikt / Fußfessel / Strafrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75865 Persistent Identifier (URN)
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Elektronische Fußfessel für Sexualstraftäter? [0.98 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Es gibt wohl kaum ein Instrument des Strafrechts, das in den letzten Jahren für derartig viel Gesprächsstoff sorgte, wie die sogenannte elektronische Fußfessel. Besonders die Bewilligung des ?elektronisch überwachten Hausarrests" für Straftäter, die wegen eines Deliktes verurteilt wurden, welches die sexuelle Selbstbestimmung einer Person schützen soll, wurde in Österreich heftig diskutiert. Die vorliegende Diplomarbeit skizziert nach einer kurzen allgemeinen Darstellung des Instruments der elektronischen Überwachung im Strafrecht die Voraussetzungen für die Bewilligung der Vollzugsform des elektronisch überwachten Hausarrests in Österreich. Außerdem liefert sie ein Bild von der rechtspolitischen Diskussion rund um die Frage, ob auch Sexualstraftäter für diese ?Haft anderer Art? in Frage kommen sollen und stellt die Neuregelung durch BGBl I 2/2013 dar, die als Folge dieses Diskurses zu verstehen ist. Außerdem wird die Frage der Verfassungsmäßigkeit dieser Sonderregelungen für Sexualstraftäter erörtert. Schließlich werden die 2011 in Kraft getretenen Normen im deutschen Recht besprochen, welche ebenfalls die elektronische Aufenthaltsüberwachung eines bestimmten Täterkreises zum Inhalt haben. Dabei treten fundamentale Unterschiede zu Tage, da diese Bestimmungen auf die Überwachung besonders gefährlicher Täter abzielen, die ihre Haftstrafe bereits vollständig verbüßt haben und ein Vollzug einer Freiheitsstrafe in der eigenen Wohnung mithilfe einer ?Fußfessel? in Deutschland nicht vorgesehen ist. Auch im Bereich des deutschen Rechts werden die Hintergründe beleuchtet, die zu der derzeit geltenden Rechtslage geführt haben. Schließlich wird rechtsvergleichend aufgezeigt, wie sehr sich die Regelungen des österreichischen und deutschen Strafrechts im Bereich des Einsatzes elektronischer Überwachung unterscheiden, obwohl vordergründig das gleiche Instrument für einen zumindest ähnlichen Täterkreis zum Einsatz kommt.

Zusammenfassung (Englisch)

The implementation of home confinement by using electronic monitoring technology as an alternative to arrest in prison is one of the youngest innovations within the criminal law of Austria. Especially cases, in which this instrument was used to monitor sex offenders, were highly discussed. This discussion leaded to an amendment, which launched new and extremely restrictive requirements for sexual offenders in connection with home confinement. With this diploma thesis I try to illustrate this new amendment and the historical development, which caused it. I will also try to answer the question, if this new amendment is compatible with the Austrian constitutional law. Furthermore I will take a comparative look at the legal regulations of Germany within this field of law and the development, which led to these legal norms. It will be shown, that there are numerous differences between the laws of these two countries because of the fact that the German regulations were introduced to use electronic monitoring technology to supervise high-risk offenders after their release, while in Austria this technology is used to supervise low-risk offenders instead of sending them to jail.