Titelaufnahme

Titel
Religionenlernen im Ethikunterricht : ein Versuch aus der Perspektive einer angewandten Religionswissenschaft / eingereicht von Christian Feichtinger
Verfasser/ VerfasserinFeichtinger, Christian
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler, Monika
Erschienen2014
Umfang91 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Ethikunterricht / Religion / Ethikunterricht / Religion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75755 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit der zunehmenden Bedeutung des Ethikunterrichts als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht stellt sich auch die Frage nach der Verortung und Zugänglichmachung des Themas Religion/Weltreligionen in der schulischen Bildung. Bisher im konfessionellen Religionsunterricht angesiedelt, übernimmt meist der Ethikunterricht nun die Aufgabe einer religionswissenschaftlich gestützten Auseinandersetzung mit der Thematik. Dabei ist jedoch zu fragen, wie Religionenkunde konzeptuell im Ethikunterricht verankert werden kann ohne ein Anhängsel zum übrigen philosophisch-ethischen Unterricht zu sein. Hier bieten sich verschiedene Zugänge an, die in dieser Arbeit entfaltet und kritisch reflektiert werden. Eine Analyse von aktuellen Lehrplänen, Schulbüchern und didaktischen Konzeptionen zeigt überdies, dass die Auseinandersetzung mit Religion im Ethikunterricht meist hinter ein ethisches Vorzeichen ? Anerkennung und Dialogfähigkeit ? gestellt ist. Wird diese praktische Kompetenz im Ethikunterricht angestrebt, bedarf es noch einmal eines umfassenderen Verständnisses von Religionswissenschaft, welche im Konzept der sog. ?angewandten Religionswissenschaft? gefunden werden kann. Da diese Variante der Religionswissenschaft selbst von einem gesellschaftsethischen Engagement motiviert ist, lässt sich hier ein sinnvolles ethik- und religionendidaktisches Konzept entwickeln. Dies verlangt freilich auch von der Religionswissenschaft, Didaktik, Pädagogik oder Lehr-Lern-Psychologie als Bezugswissenschaften zu erkennen und schuldidaktische Ansätze zu entwickeln, da sie sonst von anderen (schulischen) Disziplinen in deren Interesse funktionalisiert werden kann. All dies bleibt freilich rückgebunden an die Frage, welches Grundverständnis von Ethikunterricht schuldidaktisch wirksam werden soll.

Zusammenfassung (Englisch)

The growing importance of ethics classes as an alternative to confessional religion classes raises the question of the role and localization of the subject religion/world religions in school education. Until now, an analysis of world religions based on religious studies has been located in confessional religion classes, leading then to the solution of simply handing this task over to ethics classes. But how can religious studies and religious education can be integrated in ethics classes without being a mere appendage to an else philosophical teaching? This study tries to explain and analyze different approaches to this question. Moreover, an analysis of curricula, school books, and didactic literature reveals that currently the inclusion of religion in ethics classes has an ethical agenda itself, seeking to motivate students for tolerance, acceptation, and dialogue as values in a multi- and transcultural society. If this is intended for ethics classes, the concept of ?engaged? or ?applied? religious studies may fit better into this didactic approach than its classical understanding. This form of religious studies uses its finding as a resource of social and ethical engagement and is thus compatible with the specific concerns of ethic classes, so this works presents a didactical concept based on applied ethics and applied religious studies. All this finally raises the question, which concept of ethics classes is intended for school education. As school subjects are never merely a carbon copy of their university disciplines, concepts of ethics classes vary significantly. The role of religion in this therefore is also relative to the basic didactic concept of ethics in school.