Titelaufnahme

Titel
Stiftungen, Unternehmen und Versicherungen in der Vermögensaufteilung nach Scheidung / eingereicht von Ursula Muckenhuber
Verfasser/ VerfasserinMuckenhuber, Ursula
Begutachter / BegutachterinJesser-Huß, Helga
Erschienen2014
UmfangXI, 108 Bl. : Zsfassungen (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Eheliches Vermögen / Verteilung / Österreich / Eheliches Vermögen / Verteilung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75623 Persistent Identifier (URN)
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Stiftungen, Unternehmen und Versicherungen in der Vermögensaufteilung nach Scheidung [0.77 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Behandlung von Unternehmen, Stiftungen, privaten Pensionsmodellen und Versicherungen nach einer Scheidung im Falle eines gerichtlichen Aufteilungsverfahrens. Nach einer einleitenden Erklärung über den Gegenstand der Aufteilung liegt zunächst der Schwerpunkt der Arbeit auf der Ausklammerung des Unternehmens und der Unternehmensanteile aus der Aufteilungsmasse. Die Herausnahme des Unternehmens gemäß § 82 Abs 1 Z 3 EheG ist seit Einführung der Ausnahmeregelung eine in Judikatur und Literatur ausführliche thematisierte Materie und wird auch in dieser Arbeit genau analysiert. Die "Anteile an einem Unternehmen" unterliegen dem § 82 Abs 1 Z 4 EheG nur solange es sich dabei nicht um bloße Wertanlagen handelt. In der Arbeit wird die Abgrenzung zur bloßen Wertanlage genau erörtert. Dargelegt werden auch die §§ 83, 84 und 91 EheG als Ausgleichsnormen, die bei Benachteiligungen im Rahmen der Aufteilung angewandt werden. Ein weiterer Themenschwerpunkt behandelt die Privatstiftung in der Vermögensaufteilung. Wie durch diese Arbeit aufgezeigt, kann das Vermögen durch Einbringung in eine Privatstiftung jedenfalls nicht vor der Aufteilung nach §§ 81 ff EheG geschützt werden. Es erfolgt ein Ausgleich der Benachteiligungen über § 91 EheG, wobei in der Arbeit erörtert wird, ob Abs 1 oder 2 leg cit zur Anwendung kommt. Als besonders aktuelle Fragestellungen ergeben sich die privaten Pensionsmodelle und Versicherungen als mögliche Bestandteile in der nachehelichen Vermögensaufteilung. Anhand aktueller Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs werden Lösungsvorschläge aufgezeigt, ob diese in die Aufteilungsmasse einzubeziehen sind oder nicht.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the treatment of companies, foundations, private retirement models and insurances after divorce in case of a judicial division process. After an introductory statement on the subject of the division, the work initially focuses on the exclusion of the company and the company shares from the segregation of assets. The exclusion of the company according to § 82 par. 1 Z 3 EheG is an extensively discussed matter since the introduction of special regulations and is analysed in in this thesis as well. The company shares are subject to § 82 par. 1 Z 4 EheG as long as they are not only investments. Furthermore, the dissociation to investments is examined in this thesis. Moreover the §§ 83, 84 and 91 EheG will be explained as compensation standards which are applied to discrimination in the allocation. Another important aspect of the work is the private foundation in the distribution of assets. The paper demonstrates that the assets of a contribution to a private foundation can not be protected from breakdown by §§ 81 ff EheG in any case. By the use of § 91 EheG a compensation of the discriminations occurs and therefore the application of par. 1 or 2 leg cit is discussed. Currently relevant questions arise, concerning private retirement models and insurances as potential constituents in the post-divorce division of assets. Based on current decisions of the Austrian Supreme Court of Justice, suggested solutions are presented whether these are to be included in the division mass or not.