Titelaufnahme

Titel
Enteignung und Restitution von Kulturgütern und Kunstwerken in Ordensbesitz am Beispiel des Elisabethinenklosters Graz / vorgelegt von Bernhard Menzel
Verfasser/ VerfasserinMenzel, Bernhard
Begutachter / BegutachterinBinder Dieter-Anton
Erschienen2014
Umfang129 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Elisabethinenkloster Graz / Restitution <Kulturpolitik> / Elisabethinenkloster Graz / Restitution <Kulturpolitik> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75585 Persistent Identifier (URN)
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Enteignung und Restitution von Kulturgütern und Kunstwerken in Ordensbesitz am Beispiel des Elisabethinenklosters Graz [0.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Vorliegende Diplomarbeit gibt Überblick über Enteignung und Restitution von Kunstwerken des Elisabethinenklosters Graz durch die Alte Galerie und das Kulturhistorische und Kunstgewerbemusem des Landesmuseums Joanneum. Im Kontext nationalsozialistischer Kirchenpolitik waren Klöster und Stifte Österreichs in großem Ausmaß von Enteignungen und Beschlagnahmungen betroffen.Schon im ?Altreich? war die katholische Kirche den rigiden Maßnahmen des Regimes ausgesetzt. Im mehrheitlich katholischen Österreich war die Situation der Kirche durch den konkordatslosen Zustand nach dem ?Anschluss? von 1938 ungleich kritischer. Die Kirche stellte eine Institution dar, die durch ihre gesellschaftliche Präsenz zu einem natürlichen Störfaktor des totalitären Machtanspruchs der NSDAP wurde.Das Vorgehen gegen die Klöster erreichte schon ab 1938 eine maßgeblich größere Intensität als im ?Altreich?. Motivation dafür war einerseits die Bekämpfung eines politischen Gegners, andererseits auch der Aspekt der Bereicherung. Diese umfasste neben Klostergebäuden und landwirtschaftlichen Nutzflächen auch das bewegliche Inventar der Konvente. Die Elisabethinen Graz mussten im Jänner 1939 ihr Kloster verlassen, das Krankenhaus wurde verkauft. Der wertvollere Teil der Kunstbestände ging an das Joanneum. Dieses arbeitete mit dem Institut für Denkmalschutz zusammen und war der Abteilung II des Gaues Steiermark unterstellt. Diese Vorgänge betteten sich in den übergeordneten Kontext des NS-Kunstraubes in Österreich ein, dessen treibende Kraft der ?Führervorbehalt? von 1938 war, der die Errichtung eines ?Führermuseums? in Linz zum Ziel hatte.Nach dem Krieg wurden Kloster und Spital der Elisabethinen wieder hergestellt. Die in den Jahren nach 1945 erfolgte Restitution sollte sich in Folge der Nachkriegsumstände in die Länge ziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis provides an overview about expropriation and restitution of artworks of the Elizabethan Sisters? Convent in Graz by the Old Gallery (?Alte Galerie?) and the Arts and Crafts Museum (?Kunstgewerbemuseum?) of the Provincial Museum Joanneum. In the context of the NSDAP?s church policies monasteries in Austria were to a large degree affected by expropriation and confiscations.In the predominantly catholic Austria, the situation of the church was by far more critical after the ?annexation? (?Anschluss?) than in the rest of Germany, because of the absence of concordat. The Church was an institution that became a natural disturbing factor for the NSDAP?s totalitarian claim to power.From 1938, actions against the monasteries reached a significantly higher intensity than in the ?Old Reich?. The motivation behind was due on the one hand to the fight against a political rival, and on the other hand, to the aspect of unjustified enrichment. This comprised also the removable goods of the convents. The Elizabethan nuns in Graz had to leave their convent in January 1939, their hospital was sold. Selected high value items from the collection were handed over to the Joanneum. The latter collaborated with the Institute for Monument Conservation and was subordinated to Department II of the district (?Gau?) of Styria. This can therefore be considered ? as well as the Institute for Monument Conservation - as an integral part of the organized NS art robbery in Austria, for which the driving force was the ?Führer reservation? (?Führervorbehalt?) of 1938 with its objective of establishing a Führer Museum in Linz.After the War, physical restoration of the Convent and the Hospital of the Elizabethans in Graz took place. Restitution was made in the following years, however, as a consequence of post war chaos this was to take some time.