Titelaufnahme

Titel
Tanz der Geschlechter : kulturanthropologische Betrachtungen zum Gesellschaftstanz / vorgelegt von Silvia Monika Rettl
Verfasser/ VerfasserinRettl, Silvia Monika
Begutachter / BegutachterinSchrutka-Rechtenstamm, Adelheid
Erschienen2014
Umfang116 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gesellschaftstanz / Gesellschaftstanz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75551 Persistent Identifier (URN)
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Tanz der Geschlechter [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Kategorie Geschlecht in der Praxis von Gesellschaftstänzen. Die Gesellschaftstänze, worunter Standard- und Lateintänze subsumiert werden, entsprechen in ihrer Struktur der Konzeption von Zweigeschlechtlichkeit, welche in unserer Gesellschaft noch immer vorherrschend ist und weisen in ihrer traditionell vermittelten Form eine hierarchische Geschlechterordnung mit männlicher Dominanz auf. Als Paartänze werden sie in dieser Arbeit in ihrer kulturhistorischen Entwicklung erörtert. Basierend auf teilnehmender Beobachtung und leitfadengestützten Interviews mit Tanzenden wurde in einer empirischen Forschung den Konstruktionen von Geschlecht in diesem Feld nachgespürt. Die theoretische Einbettung fand die Thematik in der Frauen- und Geschlechterforschung, die seit den 1980er Jahren auch Teil des volkskundlichen Forschungsinteresses ist, wobei auch die großen Diskursstränge der Tanzforschung nachgezeichnet wurden. Diese theoretische Einrahmung ermöglichte einen Dialog zwischen Empirie und Theorie in der Analyse. Die empirischen Daten wurden in der Analyse kategorisiert, wobei die wichtigsten Themenbereiche, wie Tanzmotivation, Körperlichkeit und Geschlecht, oder die Kultur der Tanzenden abgebildet und entlang geschlechtsspezifischer Wahrnehmungs- und Deutungsmuster der Interviewpersonen, diskutiert wurden. In einer übergeordneten Analyseebene konnte eine starke Verwobenheit der Praxis des Gesellschaftstanzes mit Identität und Lebensstil der Tanzenden festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the significance of the gender category in the practice of ballroom dancing. Ballroom dances, which include standard and Latin American dances, structurally correspond to the concept of a two-gender system, which still prevails in our society, and exhibit a hierarchical gender order with a male dominance in their traditionally conveyed form. As couple dances, their cultural-historical development is discussed in this thesis. Based on participating observation and guideline-based interviews with dancers, the construction of gender in this sphere was investigated in an empirical research. The subject matter was theoretically embedded in women?s and gender studies, which have also been part of folkloristic research interest since the 1980s, with the major lines of dance research discourse being traced as well. This theoretical framework permitted a dialogue between empiricism and theory in the analysis. The analysis of the empirical data resulted in a division into categories, which depicted the most important subject areas such as dance motivation, physicality and gender as well as the dancers? culture, and which was discussed along the interviewed persons? gender-specific patterns of perception and interpretation. At a superordinate level of analysis, a strong entanglement of the ballroom dancing practice with the dancers? identities and lifestyles was observed.