Titelaufnahme

Titel
Die Umsetzung der neuen Zahlungsverzugsrichtlinie 2011/7/EU im österreichischen Recht : Darstellung der richtlinienbedingten Umsetzung im Unternehmensgesetzbuch und Bundesvergabegesetz 2006 sowie der Neuregelung der Geldschuld durch das Zahlungsverzugsgesetz / von Gerhard Greyer
Verfasser/ VerfasserinGreyer, Gerhard
Begutachter / BegutachterinLurger, Brigitta
Erschienen2014
UmfangXI, 98 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterÖsterreich / Europäische Union <Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr> / Österreich / Europäische Union <Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75549 Persistent Identifier (URN)
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Die Umsetzung der neuen Zahlungsverzugsrichtlinie 2011/7/EU im österreichischen Recht [1.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zentrale Ziele der vorliegenden Diplomarbeit sind die umfassende Darstellung und kritische Analyse jener neuen Gesetzesbestimmungen, die durch die Zahlungsverzugsrichtlinie 2011/7/EU vorgegeben bzw durch die EuGH-Entscheidung 01051 Telecom/Deutsche Telekom impliziert wurden. Die Zahlungsverzugsrichtlinie 2011/7/EU wurde in Österreich im UGB und BVergG 2006 umgesetzt. Zu den wichtigsten Neuerungen im UGB zählen die modifizierte Verzugszinssatzbestimmung, der pauschale Ersatz von Betreibungskosten (iHv 40 ?), die Beschränkung der Dauer von Abnahme- und Überprüfungsverfahren sowie die Schaffung einer Bestimmung gegen grob nachteilige Vertragsbestimmungen und Geschäftspraktiken. Die weitgehend zwingenden Bestimmungen im BVergG 2006 dienen dazu, öffentliche Stellen zur schnelleren Bezahlung ihrer Geldschulden zu veranlassen. Der zweite Themenbereich der Arbeit beschäftigt sich mit der Neuregelung der Geldschuld im ABGB, KSchG, MRG und VersVG. Als Reaktion auf die EuGH-Entscheidung 01051 Telecom/Deutsche Telekom, die auf Basis der alten Zahlungsverzugsrichtlinie 2000/35/EG erging, wurde die Geldschuld in Österreich von einer qualifizierten Schickschuld zu einer Bringschuld umgestaltet.

Zusammenfassung (Englisch)

The key objectives of this thesis are the comprehensive description and critical analysis of the regulations implicated by the Late Payments Directive 2011/7/EU and the ECJ decision 01051 Telecom/Deutsche Telekom. The late payment Directive 2011/7/EU was implemented in Austria in the UGB (Commercial Code) and BVergG 2006 (Federal Procurement Act 2006). The main innovations in the UGB (Commercial Code) are the modified default interest rate, the lump-sum compensation for recovery costs (amounting to ? 40), the restriction of the period of acceptance and verification procedures and the creation of a provision against grossly unfair contract terms and business practices. The largely mandatory provisions in the BVergG 2006 serve to encourage public bodies to accelerate payment of its monetary liabilities. The second topic of the thesis deals with the reorganization of the money debt in ABGB (Civil Code), KSchG (Consumer Protection Act), MRG (Tenancy Act) and VersVG (Insurance Act). In response to the Court's decision 01051 Telecom/Deutsche Telekom, which was adopted on the basis of the old Late Payments Directive 2000/35/EC, the money debt in Austria was transformed from a qualified obligation to be performed at the debtor's place of business to a debt to be discharged at creditor's domicile.