Titelaufnahme

Titel
Insolvenznahe Verfahren : eine anhaltende Zuständigkeitsproblematik im Lichte der Judikatur des EuGH / Michael Schachner
Weitere Titel
Insolvency related proceedings : a continuous competency problem in the light of the rulings of the European court of justice
Verfasser/ VerfasserinSchachner, Michael
Begutachter / BegutachterinNunner-Krautgasser, Bettina
Erschienen2014
UmfangVI, 128 Bl. : Zsfassungen (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Insolvenzrecht / Insolvenzverfahren / Europäische Union / Insolvenzrecht / Insolvenzverfahren / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75392 Persistent Identifier (URN)
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Insolvenznahe Verfahren [0.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Insolvenznahe Verfahren stellen seit nahezu drei Jahrzehnten einen der größten Problembereiche des Europäischen Insolvenzrechts dar. Besonders die Frage, wie sich die internationale Zuständigkeit dieser Verfahren bestimmen lässt, ist in der Lehre stark umstritten. Auch die Rechtsprechung des EuGH konnte in der Vergangenheit nicht wirklich Klarheit in diesen rechtlichen Graubereich bringen. Während die EuGVVO ?Konkurse, Vergleiche und ähnliche Verfahren? explizit aus ihrem Anwendungsbereich ausnimmt, enthält allerdings auch die EuInsVO, welche sich in ihrem Anwendungsbereich lückenlos an die EuGVVO anschließen sollte, keine direkte Zuständigkeitsnorm in Bezug auf insolvenznahe Verfahren. Aus diesem Grunde beschäftigt sich diese wissenschaftliche Arbeit in erster Linie mit der Frage, wie sich die internationale Zuständigkeit insolvenznaher Verfahren in einem internationalen Kontext zu bestimmen hat. Zudem widmet sich die vorliegende Arbeit mit der Frage, wann konkret von einem insolvenznahen Verfahren gesprochen werden kann und wann der Konnex eines streitigen Zivilprozesses zu schwach ausgeprägt ist, um eine konkrete Insolvenznähe zu begründen. Die Relevanz dieser Frage zeigt sich insbesondere auch darin, dass damit Folgeeffekte für die Anwendungsbereiche der relevanten europäischen Verordnungen verbunden sein könnten. Besonders in diesem Bereich scheint die Methodik des EuGH, wie dieser eine Zuordnung zu den insolvenznahen Verfahren oder Verfahren mit schlichtem Insolvenzbezug vornimmt, widersprüchlich. Auch verschiedenen Lehransätzen gelingt es nicht, eine trennscharfe Zuordnungsmethodik zu entwickeln. Ein Ergebnis dieser Arbeit soll sein, einen tauglichen Lösungsansatz für eine exakte Zuordnung zu finden.Abschließend wird versucht, potenzielle künftige Entwicklungen im Unionsrecht aufzuzeigen und zu analysieren, welche den Umgang mit insolvenznahen Verfahren in Zukunft erleichtern sollten.

Zusammenfassung (Englisch)

For more than three decades, insolvency-related proceedings have been one of the most significant problems related to the European law on insolvency. In particular, the question of how international competence regarding these proceedings can be defined has been the highly controversial subject of much discussion. The jurisdiction of the ECJ has not yet been able to clarify this legal grey area. While the EuGVVO explicitly excludes ?bankruptcy, proceedings relating to the winding-up of insolvent companies or other legal persons, judicial arrangements, compositions and analogous proceedings? from its area of application, the EuInsVO, which should be based consistently on the EuGVVO, does not contain any direct rule of jurisdiction in relation to insolvency-related proceedings. Thus, this scientific thesis primarily deals with the question of how international competence regarding insolvency-related proceedings has to be defined in an international context.Furthermore, this thesis examines the question of when precisely the term ?insolvency-related proceedings? can be used and when the nexus of a disputable civil action is too weak to constitute a concrete relation to insolvency. The significance of this question indicates that after-effects can be associated with the areas of application of relevant European regulations. In this area in particular, the methodology of how the ECJ conducts a classification of insolvency-related proceedings and proceedings with a simple relation to insolvency appears to be contradictory. In addition, no selective method of classification has been successfully developed within jurisprudence. Hence, one aim of this thesis should be to find a qualified approach capable of providing an exact classification.In conclusion, the intention is to identify and analyse possible future developments within European law which should facilitate the handling of insolvency-related proceedings in the future.

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