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Title
Widerstand als gewährleistetes Recht? : Diskurs über das Bestehen eines Widerstandsrechts aus rechtshistorischer Perspektive / vorgelegt von Katharina Rogan
AuthorRogan, Katharina
CensorPrettenthaler-Ziegerhofer, Anita
Published2014
DescriptionIII, 91 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Widerstandsrecht / Geschichte / Österreich / Widerstandsrecht / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75316 Persistent Identifier (URN)
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Widerstand als gewährleistetes Recht? [0.74 mb]
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Abstract (German)

Diese Arbeit befasst sich mit dem Widerstandsrecht aus rechtshistorischer Perspektive, setzt sich aber auch mit der aktuellen österreichischen Rechtslage in Bezug auf ein Widerstandsrecht auseinander. Zunächst wird eine Einführung zu den Begriffen Widerstand und Widerstandsrecht gegeben. Widerstand im Sinne dieser Arbeit ist ein Verhalten, welches sich gegen Herrschaft, die illegitim oder rechtsmissbräuchlich ausgeübt wird, richtet. Des weiteren wird herausgearbeitet, dass das Widerstandsrecht ein konservierendes ? und kein revolutionäres ? Instrument ist, das auf die Erhaltung und den Schutz der Verfassungsordnung gerichtet ist. Im rechtshistorischen Teil wird, beginnend im Mittelalter, zunächst die allgemein herrschende Auffassung zum Widerstandsrecht dargestellt, auf die Theorien einzelner Theoretiker wird näher eingegangen. Dabei ist feststellbar, dass das Verständnis vom Widerstandsrecht stark von der bestehenden Gesellschafts- bzw. Staatsform abhing und je nachdem entweder allen Menschen oder lediglich privilegierten Bürgern zustand bzw. mit der bestehenden Ordnung als unvereinbar angesehen wurde. Ursprünglich wurde das Widerstandsrecht durch Naturrecht oder das göttliche Recht begründet, aber vor allem seit dem 13. Jahrhundert lassen sich Beurkundungen eines Widerstandsrechtes finden. Die historische Entwicklung des positiven Widerstandsrechts in den Rechtsordnungen von Österreich, England, Amerika, Frankreich und Deutschland wird dargestellt.In dem Abschnitt dieser Arbeit, der sich mit der österreichische Rechtsordnung befasst, wird zunächst § 269 StGB betrachtet, der Widerstand gegen die Staatsgewalt einerseits verbietet, der andererseits aber unter bestimmten Voraussetzungen ein Widerstandsrecht gewährt. Zusätzlich wird auf die Versammlungsfreiheit und Streiks als rechtliche Instrumente, die ein Widerstandsrecht gerade obsolet machen sollen, näher eingegangen.

Abstract (English)

This thesis offers a general historic view on the right to resist. In addition it focuses on the current legal situation concerning resistance in Austria. At first definitions of resistance and the right to resist will be given. Resistance in terms of this thesis is a behavior, which opposes authorities, who perform their leadership in an illegal and illegitimate way. However the right to resist is not a revolutionary, but a conservatory legal instrument, because it should protect and preserve the constitutional regime. The legal historical part of this thesis illustrates the concept of the right to resist starting with the Middle Ages. Furthermore a closer look at several theories concerning the right to resist will be given. From this theoretical research one can conclude that the opinion about the right to resist depended on the form of government. The form of government influenced the view of the right to resist as either contradicting or in favor of the existing regime furthermore it influenced whether everyone had the right to resist or just the privileged citizens did so. Initially the right to resist was part of natural law or divine law, and first recordings of the right to resist were found in the 13th century. This thesis illustrates the historical development of the right to resist in the legal systems of Austria, England, America, France and Germany. The part concerned with the Austrian legal system deals primarily with § 269 StGB, which on the one hand penalizes the resistance to authorities, but on the other hand allows it under certain circumstances.In addition this chapter focuses on the freedom of assembly and strikes, as they are instruments, which should make the right to resist obsolete.