Titelaufnahme

Titel
Das "clamorose" Strafverfahren - wann ist ein Strafverfahren von öffentlichem Interesse? / eingereicht von Andreea Dragomir
Verfasser/ VerfasserinDragomir, Andreea
Begutachter / BegutachterinSchick, Peter
Erschienen2014
Umfang58 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafverfahren / Öffentliches Interesse / Österreich / Strafverfahren / Öffentliches Interesse / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75234 Persistent Identifier (URN)
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Das "clamorose" Strafverfahren - wann ist ein Strafverfahren von öffentlichem Interesse? [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit mit dem Titel der clamorosen Strafverfahren befasst sich mit der Reichweite des öffentlichen Interesses an einer Straftat. Das Adjektiv ?clamorosus? leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet wörtlich übersetzt laut oder lärmend. Ein Strafverfahren des öffentlichen Interesses braucht Außergewöhnlichkeit, Auffälligkeit, Brutalität, Prominenz, Aufsehen, Skandale, Emotionen oder Konflikte. Der Begriff des öffentlichen Interesses ist sehr weit gefasst und wird anhand des Gesetzes sowie verschiedener Fallbeispiele aus der Praxis näher erläutert. Einleitend wird das mit 1. Jänner 2008 in Kraft getretene Strafprozessreformgesetz (BGBl I 2004/19), die Abschaffung des Untersuchungsrichters sowie der Tätigkeitsbereich der Kriminalpolizei, der Staatsanwaltschaft und des Gerichts erläutert. Die aufsehenerregenden Strafverfahren unterliegen einer Berichtspflicht an die Oberstaatsanwaltschaften und, soweit dem Fall nicht nur räumliche Bedeutung zukommt, ist der Bundesminister für Justiz darüber zu informieren. Für den Fall, dass sowohl die Straftat als auch die Tatperson von öffentlichem Interesse sind, hat der Staatsanwalt, zusätzlich zur Berichtspflicht, die gerichtliche Beweisaufnahme zu beantragen. Am Rande wird auf die Stellung des Bundesministers für Justiz eingegangen und im letzten Kapitel werden die Funktionen und Auswirkungen der Medienstelle in Bezug auf die clamorose Strafverfahren dargelegt. Die Diplomarbeit setzt sich mit dem Spannungsverhältnis der Geheimhaltungspflicht und dem Recht der Öffentlichkeit auf Informationen auseinander.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis with the title "criminal cases of public attention" deals with the radius of the public interest in a criminal offense. The adjective "clamorosus" is derived from the latin and literally means loud or noisy. All criminal case of public interest needs uniqueness, unusual, brutality, celebrities, stir, scandal, emotions or conflicts. The term of the public interest has a very wide interpretation, so that the different scope of the public interest is illustrated by the law and by several case examples from the practice. Introductorily the new criminal proceeding (criminal proceeding reform 2008) by the elimination of the examining magistrate of the judicial shows the new position of the prosecutors, the police and the court. The criminal cases of public attention need to be reported to the general prosecutor and, when the case belongs not only spatial meaning, the Federal Minister of Justice shall be informed about it. In case that the person an the crime are both of public interests the judge is called for collecting the evidence. In the conclusion the thesis describe the role of the media in the context with the relation to the criminal cases. It describs the limits of discretion and the right of the public to information.