Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung des Namensrechts vom römischen Recht bis zum ABGB / eingereicht von Corinna Smrecnik
Verfasser/ VerfasserinSmrecnik, Corinna
Begutachter / BegutachterinWesener, Gunter
Erschienen2014
Umfang67 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Namensrecht / Geschichte / Österreich / Namensrecht / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75207 Persistent Identifier (URN)
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Die Entwicklung des Namensrechts vom römischen Recht bis zum ABGB [0.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung des Namensrechts. In der früheren Zeit, kannte man keinen Familiennamen, wie wir sie heute führen. Es herrschte das Prinzip der Einnamigkeit. Erst im Mittelalter trat Mehrnamigkeit auf, davon sprach man dann, wenn dem Rufnamen, eine zweite Bezeichnung hinzugegeben wurde. Diese Beinamen sind die Vorläufer der heutigen Familiennamen. Danach fand das Namensrecht auch Einzug in das ABGB, welches 1811 kundgemacht wurde und 1812 in Kraft trat. Das Namensrecht unterlag auch im ABGB einigen Entwicklungsprozessen, wie z.B. 1975 wo erstmals der Familienname der Frau zum gemeinsamen Familiennamen gewählt werden konnte. Das Recht auf Doppelnamensführung war ein höchstpersönliches Recht, welches nur Frauen zustand. Ab 1986 konnten auch Männer einen Doppelnamen führen. Das NamRÄG von 1995 brachte auch einige Neuerungen im Namensrecht, denn es gab keinen Zwang zur gemeinsamen Namensführung bei der Eheschließung mehr, der bisherige Familienname konnte beibehalten werden. Auch das KindNamRÄG 2013 brachte einige Neuerungen in Bezug auf den Familiennamen von Ehepartnern und Kindern. Der Gesetzgeber stellt in namensrechtlichen Fragen nicht mehr auf die eheliche oder uneheliche Abstammung der Kinder ab. Es wird auf den gemeinsamen Familiennamen abgestellt. Das neue Namensrecht zeigt Flexibilität, indem die Bestimmungen des Familiennamens den Ehegatten und Eltern in Zukunft unbefristet offenstehen. Allerdings sind solche Namensbestimmungen nur einmalig zulässig. Unterbleibt eine Namensbestimmung, so behält nun jeder Ehepartner seinen eigenen Familiennamen. Das Kind erhält den Familiennamen der Mutter. Mit der Novelle zum KindNamRÄG soll die bisher bestehende Gleichheitswidrigkeit durch die Bevorzugung des Namens des Mannes in einigen Bestimmungen der bisherigen Rechtslage beseitigt werden. Da das Namensrecht in den Wandel der Zeit einzubinden ist, ist es regelmäßig Gegenstand neuer Gesetzgebung und Judikatur.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the evolution of naming rights. In former times a family name as used today was not common. The principle of single names was dominant. It was as late as the middle ages when the dual names appeared to be used and a second appellation was added to the Christian name. These appellations were the precursors of today?s family names. Later, naming rights entered the ABGB, which was proclaimed in 1811 and entered into force in 1812. The naming rights developed also within the ABGB. For example in 1975 the wife?s family name was allowed to become the common name in a marriage for the first time. The right for dual names was a highly personal right that was only designed to be used by women. Since 1986 also men have been able to use dual names. The NamRÄGof 1995 innovated naming rights as there was no longer a compulsion for a mutual name in marriage; the family name was allowed to be retained. Also the KindNamRÄG 2013 advanced family names of spouses and children. The legislator does no longer take the marital origin or birth out of wedlock into account in naming rights; all children shall be treated equally and a common family name should be used. The new naming right is more flexible as the norms concerning the family names of spouses and parents are to be used without temporal restrictions. However, naming is allowed just once. If naming is omitted, every spouse contains his or her family name and the child takes the mother?s name. With the amendment to the filiation and naming rights, the current violations of the principle of equality by the preference of the husband?s name in a few norms of the present legal situation should be abolished. As naming rights are subdued to temporal flow, it is regularly topic of legislation and jurisdiction.