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Title
Die Darstellung der Entwicklung des geschlechtergerechten Pensionsantrittsalters in Österreich unter Berücksichtigung der rechtshistorischen Perspektive / vorgelegt von: Markus Pammer
Additional Titles
The development of an equal retirement age in Austria under consideration of the legal history viewpoint
AuthorPammer, Markus
CensorPrettenthaler-Ziegerhofer, Anita
Published2014
Description63 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Pensionierung / Lebensalter / Geschlechtsunterschied / Recht / Österreich / Pensionierung / Lebensalter / Geschlechtsunterschied / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-75163 Persistent Identifier (URN)
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Die Darstellung der Entwicklung des geschlechtergerechten Pensionsantrittsalters in Österreich unter Berücksichtigung der rechtshistorischen Perspektive [0.86 mb]
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Abstract (German)

Man kann auf eine mehr als 150 Jahre währende Entwicklung desPensionsversicherungsrechts in Österreich, beginnend mit dem Heimatgesetz im Jahre 1861,zurückblicken. Aufbauend auf dem Sozialversicherungsmodell Bismarck' kam es im Jahre1911 zur erstmaligen Einführung einer Pension für die Privatbeamten. Die erstegeschlechterspezifische Unterscheidung das Rentenantrittsalter betreffend wurde im Jahre1914 getroffen. Wie aus einem technischen Bericht von 1913 hervorgeht, war die Gewährungeines fünf Jahre früheren Pensionsantrittsalter der Frauen als versicherungsmathematischerVorteil anzusehen. Mit der Einführung des ASVG begann auch ein neues Zeitalter derSozialversicherungsgesetzgebung in Österreich. Bevor es allerdings zu einer Angleichung desPensionsalters bezüglich der Altersrente kam, wurden durch das 1. Sozialversicherungs-Neuregelungsgesetz und das Rentenanpassungsgesetz in den 50er Jahren des vergangenenJahrhunderts wichtige Neuerungen wie der 13. und 14. Rentenauszahlungsanspruch realisiert.Das Gleichbehandlungsgesetz von 1979 war als nächster Meilenstein derGleichstellungspolitik in Österreich zu sehen. Durch dieses Gesetz wurde erstmals die gleicheEntlohnung von Mann und Frau formalgesetzlich sichergestellt. Als der VfGH im Jahre 1980mit seinem "Witwerpensions"-Erkenntnis erstmals die Diskriminierung des Mannes als nichtverfassungskonform feststellte, war der Weg zu einer Angleichung des Pensionsantrittsaltersgeebnet. Mit dem BVG "Altersgrenzen? reagierte der Gesetzgeber im Jahre 1991 auf eineEntscheidung des VfGH, der im Jahre 1990 die Unterscheidung in § 253 ASVG, der eineUnterscheidung das Rentenalter betreffend ausschließlich nach dem Geschlecht alsverfassungswidrig aufhob. Eine Einschleifphase von 30 Jahren veranlasste einige Autoren zukritischen Stellungnahmen zum BVG "Altersgrenzen?.

Abstract (English)

A more than 150 years lasting development of retirement insurance started with theHeimatgesetz in 1863. In 1909 there was the first introduction of an old-age pension forprivate officials. The first time that there was discrimination concerning the gender was in1914. A technical report in 1913 said that the five years that women had claim of old-agepension was an actuarially advantage. The introduction of the ASVG brought a new period ofsocial legislation in Austria. Before there was an equal retirement age, some importantinnovations as the 1. Sozialversicherung-Neuregelungsgesetz and theRentenanpassungsgesetz implemented new legal features as the 13th and 14th claim ofpension every year. The Gleichbehandlungsgesetz in 1979 was the next milestone of equalitypolicy in Austria. With this act the legislator ensured an equal payment for the first time. Asthe VfGH in 1980 with his "Witwerpensions"-verdict determined the different treatment ofmen as non constitutional, the way for an equal retirement age was pathed. The BVG"Altersgrenzen" in 1991 was the answer of the legislator to a decision of the VfGH, whodeclared the gender-exclusive differentiation of § 253 ASVG in 1990 as non constitutional. Aperiod of more than 30 years till 2024 until the equal retirement age in Austria should havebeen realized gave some authors a rise to critical statements.

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