Titelaufnahme

Titel
"Gut, dass es Sie gibt" : Kommunaldolmetschen am LKH-Graz ; eine empirische Untersuchung und deskriptive Studie / vorgelegt von Salah Algader
Weitere Titel
Community Interpreting at the University hospital Graz, Austria. An empiricul study
Verfasser/ VerfasserinAlgader, Salah
Begutachter / BegutachterinPrunc Erich
Erschienen2010
Umfang165 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Text dt., teiwl. engl. - Zsfassung in dt. und engl.
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)LKH-Univ. Klinkum Graz / Dolmetschen / Kommunaldolmetschen / Gesundheitswesen
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-74923 Persistent Identifier (URN)
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"Gut, dass es Sie gibt" [2.99 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das trifunktionale Charakteristikum der SpitaldolmetscherIn, nämlich als Sprachmittlerin, Kulturmittlerin und Situationsmittlerin, ist ein Unikat im Community Interpreting. Das Dolmetschen im Krankenhaus zeichnet sich durch zwei Kriterien aus; das Kriterium der Anpassung an den Wissengrad des Individuums und das Kriterium der Sicherstellung des tatsächlichen Verstehens. Die sprachliche Wiedergabe im Krankenhaus orientiert sich am Krankheitsverständnis sowie Bildungsniveau eines jeden Patienten und somit ist diese einzigartig. Die primären Aktanten einer Dolmetschsituation im Krankenhaus haben ein gemeinsames Ziel, im Gegensatz zur Dolmetschsituation bei Gericht oder beim Asylamt, wo die primären Gesprächspartner unterschiedliche bzw. mitunter konträre Ziele verfolgen. Es kommt zu einer Verschiebung bzw. Aufhebung bei gleichzeitiger Einhaltung bestimmter Dolmetschnormen. Dies geschieht aber nur in beiderseitigem Interesse der Aktanten und mit ihrem Einverständnis. Die SpitaldolmetscherIn darf sich in den Dialog der Aktanten nur einmischen, um Missverständnisse zu klären. Die Dolmetschtätigkeit im Krankenhaus erfordert neben der mündlichen Wiedergabe von Gesprächen häufig eine schriftliche bzw. eine intersemiotische Translation, insbesondere im Falle der Erstellung von Medikamententabellen oder Zubereitungsrezepten von Kindernahrung und Ähnlichem. Um ihre Unparteilichkeit so weit wie möglich zu wahren, ihr aber dennoch einen breiten Spielraum zu geben, wäre ein Setting geeignet, das dem einer Roundtable-Stellung gleicht. Eine solche Positionierung ist flexibel, die Beteiligten rotieren um einen virtuellen runden Tisch, wobei sich die DolmetscherIn meistens zwischen Arzt und PatientIn befindet bzw. nicht lange Zeit neben einem der beiden Parteien Stellung bezieht.

Zusammenfassung (Englisch)

The hospital interpreter is authorized by both participants of the interaction to walk them through the situation. Both participants of the interaction rely on him/her. He/she manages the setting by putting up a virtual round-table, trying to keep the distance between him/her and the participants constant. Within the field of community interpreting, hospital interpreting is special in two ways: the hospital interpreter adjusts to the patient?s level of knowledge and ensures his/her understanding of the explanations. In hospital interpreting the primary participants have the same objectives. Hospital interpreting thus differs from other types of community interpreting such as legal interpreting or interpreting in the political asylum application process where the actors sometimes pursue different, occasionally even contrary goals. Hospital interpreting is not only restricted to oral communication but frequently also involves written and inter-semiotic translation. Medical instructions sometimes have to be transmitted orally and in a written form, especially in the case of medication or diet sheets. For such instructions a multiple medium consisting of oral explanation, written text and symbolic visualization is frequently employed. Although hospital interpreting is special in certain respects, the primary role of the interpreter should always be that of a translator, not of a social worker, as is frequently the case. Nevertheless, the hospital interpreter is often obliged to assume other roles and accomplish additional tasks. But he/she is only entitled to do so, if his/her actions are in the mutual interest of both participants and after their permission. He/she only interferes with the conversation in order to clarify misunderstandings. His/her physical position is not stable. To guarantee her impartiality and at the same time give her more freedom of action, a virtual round-table setting is the ideal solution.

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