Titelaufnahme

Titel
Das Beizbüchlein (Cod. Donaueschingen 830) in der Überlieferung durch die Lohnschreiberin Clara Hätzlerin : Mehrschichtige Edition, kulturgeschichtlicher Kommentar und Glossar / vorgelegt von Jennifer Schreiber
Verfasser/ VerfasserinSchreiber, Jennifer
Begutachter / BegutachterinHofmeister Wernfried
Erschienen2010
Umfang343 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Hätzler, Clara / Handschrift / Beizjagd <Motiv> / Hätzler, Clara / Handschrift / Beizjagd <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-74526 Persistent Identifier (URN)
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Das Beizbüchlein (Cod. Donaueschingen 830) in der Überlieferung durch die Lohnschreiberin Clara Hätzlerin [21.18 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Editorik zählt zu den bedeutungsvollsten Forschungsgebieten im Bereich der Mediävistik mit dem Fokus der Ergründung von historischen Dokumenten und der erschließenden Wiedergabe dieser Schriften. Damit wird die Intention verfolgt, dokumentologisch einmalige Textzeugen mit neuzeitlichen Methoden zu bearbeiten, diese in einem neuen Medium aufzubereiten und der Forschung in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen.Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird eine Handschrift der Augsburger Lohnschreiberin Clara Hätzlerin ediert. Diese Abschrift des Beizbüchleins zählt zur Überlieferung der ?Deutschen Habichtslehre? und liefert einen wichtigen Beitrag zur spätmittelalterlichen Jagdliteratur. In einer theoretischen Aufarbeitung wird die Handschrift thematisch und kulturhistorisch eingeordnet, um Fragen der Herkunft und Entstehung des Codex zu beantworten. Im praktischen Teil wird der Codex paläographisch sowie kodikologisch analysiert und es werden die Editionsrichtlinien für die weitere Bearbeitung festgelegt. Die Edition folgt der ?Grazer dynamischen Methode? und bearbeitet den zu Grunde liegenden Überlieferungszeugen mehrschichtig. Dabei werden drei aufeinander aufbauende Editionsstufen synoptisch gegenübergestellt. Auf eine digitale Abbildung des Originalcodex folgt als zweite Editionsebene die Basistransliteration. Sie erfasst alle paläographisch, kodikologisch und sprachlich/graphetisch relevanten Phänomene und erschließt diese mit Hilfe eines eigens festgelegten Transliterationsschlüssels. In der Lesetextfassung werden die gewonnenen Erkenntnisse kritisch beurteilt und durch mechanische Reduktion weitgehend von abstrakten Symbolen befreit. Das Resultat ist eine typographisch standardisierte Wiedergabe des Textes, die anhand der vorausgehenden Editionsstufen vollkommen transparent ist. Das erleichtert die Nachvollziehbarkeit sämtlicher editorischen Bearbeitungen. Der inhaltlichen Erschließung des Beizbüchleins dient schließlich das Glossar am Ende der Edition.

Zusammenfassung (Englisch)

Scholarly editing is one of the most significant fields of research in the domain of medieval studies, focusing on investigating historical documents and making them accessible. Furthermore the aim is to work on unique documents bearing witness to the time using modern methods, to transfer them to new media and thus to make them available for research purposes.In this thesis, a manuscript of the Augsburg professional scribe Clara Hätzlerin has been edited. The transcription of the Beizbüchlein (book of falconry) counts among the codes of the ?Deutsche Habichtslehre? (German hawk training) and makes an important contribution to late medieval hunting literature. In this academic paper, the manuscript is classified in terms of themes and cultural history in order to answer questions regarding the origin and the formation of the code. In the practical part, the code is analysed palaeographically and codicologically and editing rules are established for further development of the subject. The editing is carried out using a dynamic method and works on the underlying testaments to the time on different levels by contrasting three editing levels which are built on each other. Basic transliteration follows the digital reproduction of the original code. It comprises all palaeographically, codicologically and technically relevant phenomena and makes them accessible by using a specified transliteration key. In the reading text version, the findings gathered are assessed critically and freed of abstract symbols by mechanical reduction. The result is a normalised reproduction of the text which can be verified by using the previous editing steps. The advantage of this method is a high level of transparency, and it facilitates the traceability of the editorial processing. The glossary at the end of the edition facilitates understanding of the content of the book of falconry.