Titelaufnahme

Titel
Die Eile ist des Teufels : die Konzeption des Veloziferischen am Beispiel von Goethes "Faust" / vorgelegt von Daniela Peer
Verfasser/ VerfasserinPeer, Daniela
Begutachter / BegutachterinBolterauer Alice
Erschienen2010
Umfang100 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Goethe, Johann Wolfgang von <Faust> / Eile <Motiv> / Goethe, Johann Wolfgang von <Faust> / Eile <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-74493 Persistent Identifier (URN)
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Die Eile ist des Teufels [0.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit mit dem Titel Die Eile ist des Teufels. Die Konzeption des Veloziferischen am Beispiel von Goethes ?Faust?. behandelt die von Johann Wolfgang von Goethe entwickelte Konzeption des Veloziferischen. Das Wort veloziferisch ist ein Neologismus Goethes und setzt sich aus den Worten velos (= die Eile) und Luzifer zusammen ? in diesem Sinne ist die Eile des Teufels. Dies bedeutet, dass der Mensch dazu neigt, sich zu übereilen, sowohl im Denken als auch im Handeln. Die Ausprägungen des Veloziferischen sind demnach folgende: Die Übereilung des Denkens, welche in Irrtum und Gewalt münden. Diese lebensweltliche Konzeption ist weitgehend unbekannt, weshalb sich die vorliegende Masterarbeit dem Veloziferischen im ?Faust? als Goethes Lebenswerk widmet. Die Arbeit ist in zwei große Teile gegliedert: Zum einen die allgemeinen Aspekte über den ?Faust? und über das Veloziferische als Konzeption, zum anderen die Textanalyse, welche beide Teile der Tragödie literaturwissenschaftlich betrachtet. Die Textanalyse gliedert sich in die Bearbeitung der Konzeption im ersten Teil und jene im zweiten Teil, wobei die drei Ausprägungen der Beschleunigung ? die Übereilung des Denkens, der Irrtum und die Gewalt ? als weitere Unterpunkte der Bearbeitung zu sehen sind. Die Analyse erfolgt aufgrund der Auswahl spezifischer Stellen und deren textimmanente Interpretation des Veloziferischen im Sinne der literaturwissenschaftlichen Hermeneutik. Die abschließende Conclusio legt dar, inwiefern Goethe die Konzeption in den beiden Teilen der Tragödie darstellt und akzentuiert ? er verändert dazu vor allen Dingen den Rhythmus, den Klang der Worte und die sprachliche Struktur. Besonders ausgeprägt ist die Konzeption im zweiten Teil, welcher vom Autor verschlüsselt wurde, da er seiner Meinung nach zu visionär sei. Dennoch sind die zwei Hauptakteure des Dramas ? Faust und Mephistopheles ? von Grund auf veloziferische Charaktere und prägen somit die Erscheinung der Konzeption im Werk.

Zusammenfassung (Englisch)

The master theses with the title ?The haste is of the devil?. The concept of the ?veloziferisch? illustrated in the example of Goethe?s "Faust". is about the ?veloziferisch?-concept, developed by Johann Wolfgang von Goethe. The word ?veloziferisch? is a neologism of Goethe and is made up of the words velos (= haste) and Lucifer ? in this sense is the haste of the devil.This means, that the person is inclined to rush things, in thinking as well as in acting. Therefore, the development of the ?veloziferisch? is the following: The haste of thinking which leads to confusion and violence. This worldly concept is widely unknown, which is why the presented master theses devotes itself to the ?veloziferisch? in "Faust" as Goethes life-work. The work is divided into two large parts: On the one hand, the general aspects about Faust and about the ?veloziferisch? as a concept, on the other hand the text analysis in which both parts of the tragedy are considered academically within the study of literature. The text analysis elaborates on the concept in the first part as well as in the second part, whereas the three developments of the ?veloziferisch? ? the haste of thinking, confusion and violence ? are understood as further sub-items of the work. The analysis is based on the selection of specific parts and their text-immanent interpretation of the ?veloziferisch? according to hermeneutics in the study of literature. The final conclusion demonstrates to what extent Goethe depicts and accentuates the concept in both parts of the tragedy ? above all he changes the rhythm, the sound of the words and the linguistic structure. The concept is particularly developed in the second part which was encoded by the author, because according to his opinion he was too visionary. But still the two main actors of the drama ? Faust and Mephistopheles ? are entirely ?veloziferisch? characters and therefore characterise the appearance of the concept in the work.