Titelaufnahme

Titel
Das Potential für nachhaltigen Klimaschutz in Österreich / vorgelegt von Christian Kozina
Verfasser/ VerfasserinKozina, Christian
Begutachter / BegutachterinStrasser, Ulrich
Erschienen2010
Umfang140 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Klimaschutz / Österreich / Klimaschutz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-74206 Persistent Identifier (URN)
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Das Potential für nachhaltigen Klimaschutz in Österreich [6.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um eine gefährliche Störung des Klimasystems zu verhindern, wird es notwendig sein, die anthropogenen Treibhausgasemissionen bis 2050 weltweit auf unter eine Tonne CO2 pro Kopf zu reduzieren. Das Emissionsmaximum in Industrieländern muss dafür bis 2015 erreicht werden. Dafür steht der Politik eine enorme Bandbreite an möglichen Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung. Als Auswahlkriterium ist es sinnvoll, die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung heranzuziehen. Somit können Existenz- und Kulturbedürfnisse heutiger und zu-künftiger Generationen befriedigt und die Treibhausgasemissionen gleichzeitig langfristig gesenkt werden.In Österreich sind die Rahmenbedingungen für nachhaltigen Klimaschutz gut, dennoch wird man das Kyoto-Ziel verfehlen. Das liegt vor allem an den politischen Hindernissen, für deren Bewältigung die Motivation zu fehlen scheint. Zwar werden verschiedene Strategien entwickelt, häufig scheitert es aber an der politischen Implementierung. So waren viele Emissionseinsparungen der letzten Jahre nicht das Resultat von Klimaschutzmaßnahmen.Ist der politische Wille vorhanden, kann Österreich seine Treibhausgasemissionen aber sehr rasch in den Griff bekommen. Ganzheitlich betrachtet wäre das sinnvoll. Dazu bedarf es in erster Linie präventiver Maßnahmen, die einen Emissionsausstoß erst gar nicht nötig machen. Die danach noch übrig bleibenden Emissionen können durch Substitutions- und Effizienzmaßnahmen minimiert werden. Defensivmaßnahmen wie Carbon Capture and Storage stellen keine sinnvollen Lösungsansätze dar.In Summe zeigt sich, dass es für Österreich mit heute verfügbaren Technologien und Politik-Instrumenten aus ökonomischer, sozialer und ökologischer Sicht auf jeden Fall sinnvoll und möglich ist, bis 2015 damit zu beginnen, auf umfassende, nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen zu setzen, die das Ziel verfolgen, den CO2-Ausstoß bis 2050 auf maximal eine Tonne pro Kopf und Jahr zu reduzieren - unabhängig davon, was andere Länder bis 2015 unternehmen.

Zusammenfassung (Englisch)

To prevent dangerous anthropogenic interference with the climate system, it will be necessary to reduce the CO2 emissions until 2050 globally below one ton per capita. Developed countries should reach their peak by 2015. To accomplish these objectives, politicians can choose from a wide range of mitigation options. As a selection criterion it makes sense to take the principles of sustainable development. Therefore greenhouse gas emissions will be reduced and present and future generations will be able to meet their basic and cultural needs.In Austria there are good general conditions for a sustainable climate change mitigation. Nevertheless, the country will fail to achieve the Kyoto target. The main reasons are political obstacles, that politicians are obviously not motivated to break through. They have developed several mitigation strategies, but for many measures the implementation is still missing. So the reduction of greenhouse gas emissions was often not the result of climate policy.But if there was political intent, it would be possible to gain control over the emissions in Austria very quickly. From a holistic point of view that would be reasonable. Above all it will be important to implement preventive measures which avoid the emission of greenhouse gases from the very beginning. The remaining emissions can be minimized by substitutional and efficiency improving measures. Defensive measures like Carbon Capture and Storage are no useful mitigation options.All in all, from an economic, ecologic and social perspective and with the available technologies and political instruments, it would be reasonable and possible for Austria to start by 2015 to implement climate change mitigation measures with the target of reducing the CO2 emissions until 2050 below one ton per capita - regardless of the actions that other countries might take.