Titelaufnahme

Titel
Die ökonomische Welt der organisationalen Zahlenproduktion Die transnationale Institution der IAS/IFRS : die transnationale Institution der IAS/IFRS / Stefan Schantl
Verfasser/ VerfasserinSchantl, Stefan
Begutachter / BegutachterinPrisching Manfred
Erschienen2009
UmfangV, 105 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-73022 Persistent Identifier (URN)
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Die ökonomische Welt der organisationalen Zahlenproduktion Die transnationale Institution der IAS/IFRS [0.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die wirklichkeitskonstituierende Praxis organisationaler Kalkulation nimmt innerhalb des modernen, kapitalistischen Systems eine zentrale Stellung ein, da sie die Grundlage für Entscheidungen und für die Legitimisierung bzw. Repräsentation von organisationalen Handlungen innerhalb eines institutionellen Feldes ist. Diesen Aspekt scheint die heutige Subdisziplin der Wirtschaftssoziologie weitestgehend ignoriert zu haben. Allerdings gibt es innerhalb der betriebswirtschaftlichen Disziplin des Accounting eine facettenreiche Debatte über die soziale und kulturelle Bedeutung von Kalkulationspraktiken, welche sich soziologischer Perspektiven bedienen. Genau wie innerhalb der Soziologie liegt auch hier Perspektivenheterogenität vor, dessen Bandbreite von Max Weber bis hin zu Michel Foucault reicht. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Strukturierung der Ansätze zur Definition des Accounting als Feld sozialwissenschaftlicher Forschung, um einen kompakten Überblick über den Stand der Forschung dieses Spezialgebietes der Organisations- und Wirtschaftssoziologie zu geben. Als Fokus wird darüber hinaus die Regulierung kalkulativer Praktiken am Beispiel der transnationalen Institution der IAS/ IFRS diskutiert, um auf die Konflikthaftigkeit, aber auch auf die Einzigartigkeit des Prozesses der transnationalen Rechnungslegungsstandard-setzung hinzuweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

The reality constituting practice of organizational calculation takes a central position within the modern, capitalistic system. The calculative is the basis for far-reaching decisions and proceeds as a mean for legitimizing or representing organizational actions. This situation seems to be ignored by the discipline of economic sociology. However, there is increasing debate about the social and cultural aspects of accounting within the academic subject of Business Administration. This school of thought, called ?critical accounting?, uses multiple, sociological approaches to describe the social impacts of accounting. The diverse scope of approaches ranges from Max Weber to Michel Foucault. The present paper structures the broad array of this stream of literature and defines the organizational practice of calculation as a social phenomenon. For this purpose, it summarizes the current state of this social scientific research topic. In a last step, the paper focuses on the regulation of financial reporting by the transnational institution IAS/ IFRS to highlight the conflict potential and uniqueness of the process of transnational standard-setting in financial reporting.