Titelaufnahme

Titel
Die Darstellung sprachlicher und kultureller Heterogenität in indigenistischen Erzählwerken / vorgelegt von Martina Leitgeb
Verfasser/ VerfasserinLeitgeb, Martina
Begutachter / BegutachterinHelmich Werner
Erschienen2010
Umfang100 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Text dt., teilw. span.
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Lateinamerika / Indigenismus / Literatur / Icaza, Jorge / Huasipungo / Lateinamerika / Prosa / Alegría, Ciro <La serpiente de oro> / Lateinamerika / Prosa / Arguedas, José María <Yawar fiesta> / Lateinamerika / Prosa
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-71909 Persistent Identifier (URN)
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Die Darstellung sprachlicher und kultureller Heterogenität in indigenistischen Erzählwerken [0.52 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die literarische Strömung des Indigenismus Anfang des 20. Jahrhunderts spiegelt die Heterogenität der in den Andenländern lebenden Bevölkerung wider und versucht ihrer kulturellen Identität einen angemessenen literarischen Ausdruck zu verleihen. Die indigenistischen Autoren wollten die unterdrückte indigene Bevölkerung mit Hilfe der Literatur erstmals zu Wort kommen lassen und intendierten eine möglichst authentische Darstellung der Indios. Ihre sprachliche und kulturelle Heterogenität wurde von den Autoren Jorge Icaza, Ciro Alegría und José María Arguedas hauptsächlich durch die Verwendung und Vermischung der indianischen Quechuasprache mit dem Spanischen dargestellt. Für die Untersuchung der Werke hinsichtlich der dargestellten Heterogenität nimmt das Thema der literarischen Mehrsprachigkeit eine zentrale Rolle ein. Die Verwendung von Quechua in den spanischen Texten gibt Aufschluss über die sprachliche und kulturelle Verschiedenartigkeit der Indios, Mestizen und Weißen, die in den Anden zusammenleben. Die sprachliche Darstellung dieses Phänomens wird von den einzelnen Autoren auf verschiedene Weise gelöst und fällt aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen mit der Quechuawelt und ihrer Intentionen unterschiedlich stark aus. Da Quechua sowohl im Erzähltext als auch in der Figurenrede der Werke Eingang findet, werden diese beiden Bereiche gesondert untersucht. Für die Erforschung der dargestellten Heterogenität muss ermittelt werden, warum die Autoren Quechua verwenden und welche Funktionen und Wirkung die fremdsprachlichen Einschübe in den Texten aufweisen. Da sich die Mehrsprachigkeit der Texte auf das Verständnis des Lesers auswirkt, werden auch die Rezipientenorientierung der einzelnen Werke und deren Zumutbarkeit für den nicht-Quechua-sprechenden Leser untersucht. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, durch eine genaue sprachliche und literarische Untersuchung ein Gesamtbild der dargestellten sprachlichen und kulturellen Heterogenität der Werke zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The literary movement of Indigenism of the early 20th century reflects the heterogeneity of the people inhabiting the countries of the Andes and tries to appropriately express their cultural identity in works of literature. For the first time the indigenous authors wanted to give voice to the views of the suppressed indigenous population in literature by depicting the indios as authentically as possible. The authors whose works are being analysed in this study, Jorge Icaza, Ciro Alegría and José María Arguedas, mainly represent their linguistic and cultural heterogeneity by using and blending the Indian language Quechua and Spanish. In the analysis of the works the theme of multilingual literature plays a central role when it comes to the representation of heterogeneity. The way Quechua is used in Spanish texts sheds light on the linguistic and cultural diversity between indios, mestizos and the white population who live together in the Andes and influence each other. Each of the authors has a personal approach to this phenomenon and represents it in his works in varying ways, due to different intentions and experiences with the world of Quechua.As Quechua can be found in the narrative text as well as in the character speech, both are being analysed separately. In order to examine the heterogeneity represented in the texts, the question has to be raised why the authors use Quechua in different cases and what functions and effects the insertion of a foreign language has in a work of literature. Given that this multilingual approach mostly affects the reader?s comprehension of the text, the works? orientation towards the recipient and their reasonability for a reader who does not speak Quechua are part of the analysis. It is the aim of this study to come to an overall picture of the linguistic and cultural heterogeneity represented in the selected works by an accurate linguistic and literary analysis.