Titelaufnahme

Titel
Sterbehilfe im Wandel der Zeit unter religiösen Aspekten : ab dem II. Weltkrieg bis heute / eingereicht von Isabel Obermayer
Verfasser/ VerfasserinObermayer, Isabel
Begutachter / BegutachterinNeuhold Leopold
Erschienen2010
Umfang139 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sterbehilfe / Geschichte / Österreich / Sterbehilfe / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-71819 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Sterbehilfe im Wandel der Zeit unter religiösen Aspekten [0.87 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ab dem II. Weltkrieg bis heute.Ziel dieser Masterarbeit ist es, Euthanasie kritisch zu hinterfragen, denn kaum ein anderes Thema steht so sehr im Spannungsfeld zwischen Gesetz, Religion, Selbstbestimmung, medizinischen Möglichkeiten und Menschenwürde; im Einzelfall ist eine genaue Abgrenzung schwierig. Der Mensch hat als einziges Lebewesen das Bewusstsein seiner Sterblichkeit. Trotzdem tun wir so, als ob der Tod nicht existent wäre. Die Sterbekultur geht sukzessive zugrunde: Starben früher die Menschen in ihrem vertrauten Umfeld, wird heute das Sterben größtenteils in Institutionen ausgelagert. Früher überwog die Angst vor dem Tod und dem Danach, heute überwiegt die Angst vor unerträglichen Schmerzen und vor dem Prozess des Sterbens. Ist eine Legalisierung von aktiver Sterbehilfe der letzte Ausweg aus einem unerträglichen Dasein? Befürworter von aktiver Sterbehilfe argumentieren, dass Menschen Anrecht auf einen würdigen und schnellen Tod haben sollten. Viele Menschen fordern sie - aus Angst vor menschenunwürdiger Übertherapie, vor Siechtum und Schmerzen, vor sozialer Isolation, vor Abhängigkeit von Fremden, aus Angst zur Belastung für Angehörige, für die Gesellschaft und für das Gesundheitswesen zu werden. Nur Gott darf Leben beenden, lautet die Maxime von vehementen Gegnern der aktiven Sterbehilfe.Euthanasie hat enorm viele Zugänge, Facetten und bietet extrem unterschiedliche Perspektiven; eine vollständige Aufklärung des Themas ist aufgrund der Vielschichtigkeit nicht gegeben. Gegner und Befürworter von aktiver Sterbehilfe haben ein gemeinsames Ziel, nämlich die Verwirklichung eines menschenwürdigen Sterbens, nur ihre Umsetzung ist unterschiedlich.

Zusammenfassung (Englisch)

From World War II up to the present. The aim of this thesis is to analyse euthanasia, since almost no other topic stands between the conflicting priorities of law, religion, the right of self-determination, medical possibilities as well as dignity; a strict distinction with regard to the individual faces great difficulties. The human being is the only creature in the universe that is conscious of his moribundity. Nevertheless, we humans act as if death would not exist. The death-culture is going down gradually: In the past, the humans died in their familiar surroundings, whereas nowadays the dying is mostly taken place in institutions. The fear of death and the hereafter had prevailed in the past, nowadays, however, we fear unbearable pains and the dying process itself. Is a legalisation of active euthanasia the last exit out of an unbearable life? Proponents of active euthanasia argue that humans should have the right to die in a dignified and fast manner. Many people demand active euthanasia ? because of fear of an inhumane over-therapy, lingering illness and pains, of social isolation, of dependency on others, of fear to become a burden for their family members, society, and for the healthcare. Only God is allowed to end life, which is the maxim of vehement opponents of active euthanasia. Euthanasia has enormous approaches, facets and offers extremely different aspects; hence, a complete clarification of this topic is not possible because of its complexity. Opponents as well as proponents share the same objective, namely the realisation of a humane dying; only their actual realization of their aim is different.