Titelaufnahme

Titel
Isomorphe Prozesse im Sport : Strukturangleichungen innerhalb internationaler Sportorganisationen und zwischen nationalen Sportsystemen / Paul Pachernegg
Verfasser/ VerfasserinPachernegg, Paul
Begutachter / BegutachterinAngermann-Mozetic Gerald
Erschienen2010
Umfang99 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Sportorganisation / Sportsoziologie / Sportorganisation / Sportsoziologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-70600 Persistent Identifier (URN)
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Isomorphe Prozesse im Sport [0.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Gegenstandsbereich Sport auf theoretischer Basis des institutionellen Isomorphismus von John W. Meyer. Durch eine Verknüpfung von organisationssoziologischen und sportsoziologischen Theorieansätzen wird auf internationaler Ebene untersucht, ob und in welchem Ausmaß Struktur ?und andere Angleichungsprozesse zwischen Sportorganisationen und Sportsystemen auftreten können.Der institutionelle Isomorphismus von John W. Meyer besagt, dass sich die Strukturen von Staaten und Organisationen innerhalb ähnlicher Funktionsbereiche immer weiter angleichen. Hervorgerufen werden diese Angleichungen durch Legitimitätsvorstellungen in der Weltgesellschaft. Bereits etablierte Organisationen erzeugen durch ihre Strukturen einen Status der Legitimität, den andere nicht etablierte Organisationen nachahmen wollen, um die eigenen Strukturen legitimieren zu können. Dieser Ausgangslage folgend, sollten sich also auch Staaten und Organisationen innerhalb des Bereichs Sport immer ähnlicher werden. Als erste Untersuchungsobjekte fungieren internationale Sportorganisationen. Hier wird anhand einer Darstellung von Organisationsstrukturen, institutionellen Regelwerken und einigen Fallbeispielen ein Vergleich zwischen einzelnen nationalen Mitgliedsverbänden internationaler Sportorganisationen gezogen, um etwaige Angleichungsprozesse und deren Ursachen darstellen zu können.Zweitens werden nationale Sportsysteme dargestellt und miteinander verglichen. Anhand verschiedenster Faktoren (z.B. Finanzierung, Talentförderung, Medien) werden die Sportsysteme skizziert, um isomorphe Prozesse untersuchen zu können. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass isomorphe Prozesse vor allem zwischen nationalen Sportorganisationen auftreten, die institutionalisierten Regelwerken im internationalen Rahmen unterworfen sind. Wenn keine Regelwerke vorhanden sind, und einzelne Nationalstaaten zu viele Gestaltungsfreiräume haben, nehmen Angleichungsprozesse ab.

Zusammenfassung (Englisch)

The master?s thesis is about the area of sport on a theoretical basis of institutional isomorphicism by John W. Meyer. By the linkage of a sociology of sport and an organisational sociology, this work examines whether and in which dimension structural and other adjustment-processes between sport organisations and sport systems can arise in an international framework.Instiutional isomorphicism by John W. Meyer means, that structures of states and organisations, which operate in similar areas, assimilate themselves mutually. These adaptions are caused by legitimacy conceptions in the world community. Established organizations produce a status of legitimacy, which other not established organizations want to copy, in order to be able to legitimize their own structures. Following this initial position, nations and organizations from the area of sport would have to become more similar too. The first units of analysis are international sport organisations. With the help of organisational structures, institutional regulations and standards and some case examples, national member federations of international sport organisations are compared, in order to describe isomorphic processes and their causes. A comparison between national sport systems marks the second unit of analysis. With the help of several factors (e.g. financing, promotion of talents, media), national sport systems are characterized in order to check them for inherent adaptional processes. Results reveal that isomorphic processes are mainly present among national sport organisations, which underlie institutionalised regulations embedded in an international framework. Adaptional processes diminuish without these regulations and when states execute too much influence on sport organisations.