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Title
Die aktuelle Diskussion über die Kapitalerhaltung in der Europäischen Union / Doris Wolfger
Additional Titles
The current discussion about capital maintenance in the European Union
AuthorWolfger, Doris
CensorEwert Ralf
Published2010
DescriptionV, 82 Bl. : Zsfassung
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2010
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Europäische Union / Kapitalerhaltung / Europäische Union / Kapitalerhaltung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-70378 Persistent Identifier (URN)
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Die aktuelle Diskussion über die Kapitalerhaltung in der Europäischen Union [0.43 mb]
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Abstract (German)

In der Europäischen Union werden derzeit die 2. EG-Richtlinie und das in ihr verankerte Ka-pitalerhaltungssystem grundsätzlich in Frage gestellt. Auf europäischer Ebene wird ein bilan-zielles Kapitalerhaltungssystem verfolgt, was bedeutet, dass die diesbezüglichen Überlegun-gen hauptsächlich auf Daten aus der Bilanz aufbauen. Der Zweck der Kapitalrichtlinie liegt, neben der Harmonisierung der innergemeinschaftlichen Vorschriften, einerseits in der Be-stimmung, ob eine Ausschüttung überhaupt vorgenommen werden darf und andererseits in der Ermittlung der Ausschüttungshöhe.In Österreich, Deutschland und Großbritannien wurden die Vorschriften der 2. EG-Richtlinie für Aktiengesellschaften erfolgreich umgesetzt. Die grundlegende Entscheidung, ob über-haupt eine Ausschüttung durchgeführt werden darf, ist dabei sehr stark von der finanziellen Lage der Gesellschaft abhängig. In den USA befindet sich kein einheitliches Kapitalerhal-tungssystem, jedoch sind einige Systeme von besonderer Bedeutung und in jedem von die-sen ist ein Solvenztest verankert.Die Machbarkeitsstudie der KPMG Deutschland hat sich ausführlich mit dem derzeitigen und möglichen alternativen Kapitalerhaltungssystemen auseinandergesetzt und gezeigt, dass der Solvenztest im Mittelpunkt der Betrachtungen steht. Die Studie ist zu dem Schluss gekom-men, dass nach derzeitigem Stand der Diskussionen und aus der Kostenperspektive kein alternatives Kapitalerhaltungssystem in der Europäischen Union eingeführt werden sollte.Die Diskussion über die Kapitalerhaltung ist mit dem negativen Ausgang der Machbarkeits-studie sicherlich noch nicht abgeschlossen. Die Europäische Kommission hat die Debatten zwar zurzeit stillgelegt und eine Reformierung ist in naher Zukunft nicht absehbar, dennoch wird weiterhin ein Kapitalerhaltungssystem verlangt, das unter Berücksichtigung eines erhöh-ten Gläubigerschutzes auf einem liquiditätsorientierten Solvenztest basiert.

Abstract (English)

In der Europäischen Union werden derzeit die 2. EG-Richtlinie und das in ihr verankerte Ka-pitalerhaltungssystem grundsätzlich in Frage gestellt. Auf europäischer Ebene wird ein bilan-zielles Kapitalerhaltungssystem verfolgt, was bedeutet, dass die diesbezüglichen Überlegun-gen hauptsächlich auf Daten aus der Bilanz aufbauen. Der Zweck der Kapitalrichtlinie liegt, neben der Harmonisierung der innergemeinschaftlichen Vorschriften, einerseits in der Be-stimmung, ob eine Ausschüttung überhaupt vorgenommen werden darf und andererseits in der Ermittlung der Ausschüttungshöhe.In Österreich, Deutschland und Großbritannien wurden die Vorschriften der 2. EG-Richtlinie für Aktiengesellschaften erfolgreich umgesetzt. Die grundlegende Entscheidung, ob über-haupt eine Ausschüttung durchgeführt werden darf, ist dabei sehr stark von der finanziellen Lage der Gesellschaft abhängig. In den USA befindet sich kein einheitliches Kapitalerhal-tungssystem, jedoch sind einige Systeme von besonderer Bedeutung und in jedem von die-sen ist ein Solvenztest verankert.Die Machbarkeitsstudie der KPMG Deutschland hat sich ausführlich mit dem derzeitigen und möglichen alternativen Kapitalerhaltungssystemen auseinandergesetzt und gezeigt, dass der Solvenztest im Mittelpunkt der Betrachtungen steht. Die Studie ist zu dem Schluss gekom-men, dass nach derzeitigem Stand der Diskussionen und aus der Kostenperspektive kein alternatives Kapitalerhaltungssystem in der Europäischen Union eingeführt werden sollte.Die Diskussion über die Kapitalerhaltung ist mit dem negativen Ausgang der Machbarkeits-studie sicherlich noch nicht abgeschlossen. Die Europäische Kommission hat die Debatten zwar zurzeit stillgelegt und eine Reformierung ist in naher Zukunft nicht absehbar, dennoch wird weiterhin ein Kapitalerhaltungssystem verlangt, das unter Berücksichtigung eines erhöh-ten Gläubigerschutzes auf einem liquiditätsorientierten Solvenztest basiert.

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