Titelaufnahme

Titel
Ich sehe was, was du nicht siehst ... : soziale Wahrnehmung und soziale Entwicklung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen / vorgelegt von Nadja Gissing
Verfasser/ VerfasserinGissing, Nadja
Begutachter / BegutachterinReicher, Hannelore
Erschienen2010
UmfangX, 155 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl.
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kind / Autismus / Soziale Wahrnehmung / Kind / Autismus / Soziale Wahrnehmung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-70272 Persistent Identifier (URN)
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Ich sehe was, was du nicht siehst ... [2.81 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) betreffen als tiefgreifende Entwicklungsstörun-gen alle wesentlichen Lebensbereiche und sind gekennzeichnet durch eine gravierende Beeinträchtigung in der sozialen Kommunikation und Interaktion. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der sozialen Wahrnehmung und der sozialen Entwicklung von Kindern mit Störungen aus dem autistischen Spektrum. Im theoretischen Teil der Arbeit soll es zunächst darum gehen, die Thematik der Autismus-Spektrum-Störung auf der Basis von einschlägiger Fachliteratur näher zu beleuchten. Im empirischen Teil steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Kinder mit ASS die soziale Welt anders wahrnehmen als neurotypisch entwickelte Kinder vergleichbaren Alters. Des Weiteren wird analysiert, ob Kinder mit ASS in der Lage sind, soziale Situ-ationen zu deuten und ob sie Emotionen anhand von Mimik und Gestik interpretieren können. Dazu wurden zehn Buben mit Asperger-Syndrom und zehn Buben mit neuro-typischer Entwicklung im Alter von acht bis zehn Jahren befragt. Als Methode wurden sechs Bildkarten gewählt, in welchen es um soziale Situationen und Interaktionen geht. Die Kinder wurden gebeten diese Fotos zu interpretieren.Die Ergebnisse der Auswertung der Interviewtranskripte basierend auf der qualitativen Inhaltsanalyse zeigen, dass betroffene Kinder beim Interpretieren von sozialen Situati-onen Schwierigkeiten haben. Speziell komplexe soziale Situationen erscheinen mehr Probleme zu bereiten als überschaubarere Szenen.Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis der Andersartigkeit beim Wahr-nehmen sozialer Informationen von Menschen mit Störungen aus dem autistischen Spektrum verhelfen. Das Wissen darüber kann zu einer Minimierung von Ausgrenzun-gen im alltäglichen Leben und einem besseren Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne ASS führen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the social perception and the social development of child-ren with autism-spectrum-disorders. The theoretical part covers basic information about this interesting disorder and reviews relevant literature. The empirical part is focusing on the research question, if children with autism-spectrum-disorders perceive the social world different than neurotypical developed children. Furthermore, the interpretation of social situations and emotions is examined. Children with autism-spectrum-disorders and neurotypical developed children are com-pared with regard to their perception and interpretation of six pictures depicting social situations and social interactions. The research design is based on qualitative interviews with ten boys with Asperger-syndrome and ten boys with neurotypical development aged eight to ten years. All of them interpreted the same six pictures which imaged social situations. This method allows to analyze differences in the perception and interpretation of social and emotional interactions and situations. Interview data are analyzed and interpreted according to Mayring's qualitative content analysis (2008).Results show that children with autism-spectrum-disorders experience difficulties in interpreting social and emotional situations. Especially complicated situations hamper their social perceptual ability. The results of this study underline the social difficulties of children with autism-spectrum-disorders. Implications can be derived referring to interventive and preventive efforts in order to avoid social exclusion and marginalization.