Titelaufnahme

Titel
Gold unter meinem Haus : kulturelle und soziale Transformation in Roşia Montană / vorgelegt von Elisabeth Mauerhofer
Verfasser/ VerfasserinMauerhofer, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinEisch-Angus, Katharina
Erschienen2014
Umfang103 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Text dt., Interviews engl.
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Roşia Montană / Goldbergbau / Sozialer Wandel / Roşia Montană / Goldbergbau / Sozialer Wandel / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-70068 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Gold unter meinem Haus [3.48 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit ist der globale Goldrausch, der durch die Finanz- und Währungskrise der letzten Jahre verursacht wurde. Die geplante Eröffnung einer Goldmine in Rumänien bedroht das Dorf Ro?ia Montan? in Siebenbu?rgen mit seiner Zerstörung. Welche kulturellen und sozialen Transformationsprozesse der Kapitalhunger internationaler Investoren im postsozialistischen Ro?ia Montan? auslöst, wird anhandeiner ethnographischen Forschung zu dem dort seit vielen Jahren andauernden Konflikt um ein umstrittenes Goldabbauprojekt beleuchtet. Aufgrund des Widerspruchs zwischen der Einschränkung der lokalen Wirtschaft auf den Goldbergbau und der Versprechen des Konzerns auf ein besseres Leben schloss sich zu Planungsbeginn eine Gruppe von BewohnerInnen zusammen, um die Umsetzung des Projektes zu verhindern. Wie sich derWiderstand selbst konstruiert und welche Handlungsstrategien er entwickelt hat, kann als Ausschnitt eines u?bergreifenden Transformationsprozesses in Su?dosteuropa gesehen werden. Der Konflikt fungiert wie ein Brennglas, das die divergierenden Lebensentwu?rfe der Menschen vor Ort, aber auch allgemeine Identitätsprozesse postsozialistischer Gesellschaften sichtbar macht. Mit der Hinwendung Rumäniens zur Marktwirtschaftveränderten sich die politischen und wirtschaftlichen Strukturen. Dies fu?hrte dazu, dass vielen Menschen die soziale Position und kulturellen Anhaltspunkte abhanden gekommen sind. Diese Transformation verwandelt Ro?ia Montan? in einen hybriden Ort, wo die Menschen auf der Suche nach kulturellen Kategorien und Identität neben neuen auch auf alte Kulturmuster zuru?ckgreifen und dabei eine Stu?tze finden.

Zusammenfassung (Englisch)

The starting point of this work is the global gold rush, which was caused by the financial and currency crisis of recent years. The prospective opening of a gold mine threatens the Romanian village of Ro?ia Montan? with its destruction. I have conducted ethnographic research into the ongoing conflict over this controversial gold mining project, which is backed by a consortium of international investors. My research has illuminated many possible cultural and social transformations for the post-socialist village of Ro?ia Montan?. The local economy of Ro?ia Montan? is legally restricted to gold mining. The international mining company promises a better life for the village by creating well-paid jobs and economic incentives, but many of Ro?ia Montan?'s residents distrust these promises. From the beginning of the planning phase, a group of concerned citizens have been determined to prevent the project from going forward. This group's design and strategies reveal divergent individual lifestyles and shifting cultural attitudes in the region. Ro?ia Montan?'s conflict serves as a microcosm for the wider transformations taking place across post-socialist South-Eastern Europe. Political and economic structures have changed with the shift to a market economy, and this has resulted in the loss of social position and cultural designation for many people. Ro?ia Montan? has become a hybrid place, embedded within a neo-liberal present, yet unwilling or unable to break from its socialist past. Although the socio-political environment has changed, many communities and individuals find strength in previously established cultural structures.