Titelaufnahme

Titel
Strafrechtliche Aspekte der Drogensubstitutionstherapie / eingereicht von Christian Goldbrunner
Verfasser/ VerfasserinGoldbrunner, Christian
Begutachter / BegutachterinTipold, Alexander
Erschienen2014
UmfangV, 111 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Substitutionstherapie / Strafrecht / Österreich / Substitutionstherapie / Strafrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69954 Persistent Identifier (URN)
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Strafrechtliche Aspekte der Drogensubstitutionstherapie [0.81 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bei der Drogensubstitutionstherapie werden Ersatzstoffe, wie Methadon oder Substitol, an den süchtigen Patienten abgegeben. Die Vorteile der Therapie sind, dass der Süchtige nicht mehr auf den Schwarzmarkt angewiesen ist, der Kostendruck und somit auch die Beschaffungskriminalität sinkt und das Risiko von Infektionskrankheiten durch verunreinigte Spritzen gemindert wird, da die Mittel oral eingenommen werden. Während in anderen Ländern, wie der Schweiz oder Deutschland, auch mit Heroin substituiert wird, ist diese Form der Therapie in Österreich nicht erlaubt. Die Regelungen zur Substitutionstherapie finden sich im Suchtmittelgesetz und in der Suchtgiftverordnung. Voraussetzung für den behandelten Arzt ist, dass er sich einer Weiterbildung unterzieht und sich fort- und weiterbildet. Der Amtsarzt überwacht die Therapie und muss etwaige Fehler des behandelnden Arztes erkennen und korrigieren. Der Apotheker gibt die Ersatzstoffe an den Patienten ab. Da es sich bei den Ersatzstoffen auch um Suchtmittel handelt, spielt auch das Strafrecht bei der Substitutionstherapie eine Rolle. Eine fehlerhafte Behandlung kann für den Arzt negative Folgen haben, da neben zivilrechtlichen Ansprüchen auch strafrechtliche Konsequenzen drohen. Zu denken sind vor allem an das Delikt der fahrlässigen Körperverletzung gemäß § 88 StGB und Verstöße gegen das Suchtmittelstrafrecht, wenn der behandelte Arzt vorsätzlich eine zu hohe Dosis an den Patienten abgibt. Die Substitutionstherapie stand zuletzt in der Kritik. Es wurde behauptet, dass sie mehr schadet als nützt. Vor allem der Einsatz von retardierten Morphinen wurde kritisiert, da diese oft am Schwarzmarkt landen würden und das Drogenproblem eher verschlimmern als verbessern. Die Arbeit soll als Wegweiser dienen, damit Gefahren erkannt und gebannt werden können, denn nur ein ausreichender Wissenstand aller beteiligten Personen stellt sicher, dass ein Therapieerfolg erzielt wird und es zu keinen (straf)-rechtlichen Problem kommt.

Zusammenfassung (Englisch)

The drug substitution therapy uses substitutes, such as methadone or substitol, for the addicted patients. The benefits of therapy are that the addict is no longer dependent on the black market, the cost pressure and thus the acquisitive crime decreases and the risk of infectious diseases is reduced through contaminated needles, because the drugs are taken orally. In other countries, such as Switzerland and Germany, also heroin is used for the drug substitution therapy, this form of therapy is not allowed in Austria. The rules for replacement therapy can be found in the "Suchtmittelgesetz" and the "Suchtgiftverordnung." The treating doctor has to complete further education and continuing further develops. The medical officer has to monitor the therapy and must identify and correct any errors of the treating doctor. The pharmacist submits the drugs to the patient. The substitutes are also addictive substances and so the criminal law is also important for the drug substitution therapy. Improper treatment can have negative consequences for the doctor, because in addition to civil claims he also has to face criminal prosecution. For example the doctor can be accused of negligent injury (§ 88 of the Criminal Code) or violation of the "Suchtmittelstrafrecht" if the doctor intentionally gives a too high a dose to the patient. The substitution therapy was recently in criticism. It was alleged that the therapy do more harm than good. Especially the use of slow-release morphine has been criticized, since the drug would often end up on the black market and make the drug problem rather worse than better. The paper is intended to serve as a guide so that risks can be identified and banned, because only a sufficient level of knowledge of the involved persons can ensure a successful treatment and that there will not be any problems with the (criminal)-law.