Titelaufnahme

Titel
Die Europäische Zentralbank als Aufsichtsbehörde über Finanzinstitute / vorgelegt von Sabine Fürnschuß
Verfasser/ VerfasserinFürnschuß, Sabine
Begutachter / BegutachterinStorr, Stefan
Erschienen2014
UmfangXI, 134 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Zentralbank / Aufsichtsbehörde / Europäische Zentralbank / Aufsichtsbehörde / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69947 Persistent Identifier (URN)
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Die Europäische Zentralbank als Aufsichtsbehörde über Finanzinstitute [1.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

"Die Europäische Zentralbank als Aufsichtsbehörde über Finanzinstitute" von Sabine Fürnschuß behandelt die Errichtung des sog einheitlichen Aufsichtsmechanismus durch die VO (EU) Nr 1024/2013 insbesondere aus der Perspektive des Primärrechts der Europäischen Union.Die durch die EZB-VO auf die Europäische Zentralbank zur Sicherung der Finanzsystemstabilität übertragenen Aufgaben bzw Befugnisse sowie die Funktionsweise des einheitlichen Aufsichtsmechanismus werden dargestellt. Dabei wird zunächst der Ablauf des Verfahrens im Verwaltungsverbund der Bankenaufsicht sowie das dabei zur Anwendung gelangende Recht untersucht.Die EZB-VO geht über den zu ihrem Erlass herangezogenen Kompetenztitel hinaus und steht zudem mit einigen primärrechtlich verankerten Grundsätzen bzw Zielen der Europäischen Union nicht im Einklang. Das Verhältnis der EZB-VO zum Primärrecht, insbesondere zu ihrem Kompetenztitel selbst, der Unabhängigkeit der EZB, dem Demokratieprinzip sowie dem Grundsatz des institutionellen Gleichgewichtes ist daher bedenklich, zudem ist die Situation bezüglich des im einheitlichen Aufsichtsmechanismus anwendbaren Verwaltungsverfahrensrechts bzw des Rechtsschutzes rechtsstaatlich unbefriedigend.Die EZB-VO ist nur ein weiterer Schritt des Unionsgesetzgebers eines durch die Finanzkrise 2008/2009 initiierten Prozesses in Richtung eines integrierten Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen bzw ein erster Schritt in Richtung der sog Bankenunion, sodass ein Stillstand der Integration in diesem Bereich nicht absehbar ist.

Zusammenfassung (Englisch)

"The role of the European Central Bank in supervision of financial institutes" by Sabine Fürnschuß deals with the establishment of the Single Supervisory Mechanism by the ECB Regulation (EU) No 1024/2013 (EZB-VO) from the perspective of the European Union?s primary law.The supervisory tasks of the ECB, which have been transferred to protect financial stability and prevent cross-border crisis as well as the operation of the Single Supervisory Mechanism are introduced. The procedural frame of the European association of administrations in banking supervision respectively the supervisory law and the administrative law therefore are subject to an analysis.The EZB-VO is based on a contract provision which does not allow this transfer and furthermore it is not in accordance with objectives and principles of the European Union?s primary law. The EZB-VO?s relation to primary law, especially to its contract provision, the ECB?s independence, democratic legitimacy and European Union?s institutional frame is questionable, moreover the SSM?s administrative procedure as well as the legal protection is constitutionally dissatisfying.However the EZB-VO is just a further step forward in a whole process started with the financial crisis 2008/09 taken by the European Union to establish an internal financial services market and a first step forward to realisation of the banking union, so there?s no end to this development in sight yet.