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Title
Der eindimensionale Mensch in der informationsbasierten Gesellschaft / vorgelegt von Markus Hahn
AuthorHahn, Markus
CensorPayer, Peter
Published2014
Description116 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
KeywordsMarcuse, Herbert <One-dimensional man> / Marcuse, Herbert <One-dimensional man> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65167 Persistent Identifier (URN)
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Der eindimensionale Mensch in der informationsbasierten Gesellschaft [1.27 mb]
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Abstract (German)

Ausgehend von Herbert Marcuse, der die Begrifflichkeit der „eindimensionalen Gesellschaft“ prägte, wird anhand von ausgewählten Aspekten überprüft, ob die gegenwärtige informationsbasierte Gesellschaft immer noch als „eindimensional“ bezeichnet werden kann. Bevor der Aspekt der „Eindimensionalität“ der informationsbasierten Gesellschaft untersucht wird, kommen in diesem Zusammenhang für diese Arbeit relevante Begriffe wie „Entfremdung“, „Verdinglichung“ und „Freiheit“ zur Sprache. In diesem Rahmen wird der Frage nachgegangen, was unter „Ideologie“ verstanden werden kann. Um diese Thematik adäquat besprechen zu können, wird auf die soziologischen Untersuchungen von Ernst Topitsch zurückgegriffen. Der kritischen Gesellschaftstheorie liegt nach Marcuse das „Wertpostulat“ zugrunde, dass das Leben entweder lebenswert ist oder lebenswert gestaltet werden kann, weshalb es unabdingbar ist, auch die „Wertfreiheit“ wissenschaftlicher Ergebnisse zu betrachten. Nach der These Marcuses wird die Stabilität dieser Gesellschaft über künstliche Bedürfnisse einerseits sichergestellt und andererseits stellen sie auch ein Instrument der Kontrollmöglichkeit dar. Obwohl die „Kritische Theorie“ heute als eine überalterte Schule gilt, werde ich dennoch versuchen aufzuzeigen, dass die These der „Eindimensionalität“ heute keineswegs ihre Bedeutung verloren hat, sondern auch aufgrund der Globalisierung sich noch verstärkt hat. Es herrscht eine Tendenz vor, welche als ein Prozess der Vereinheitlichung und Standardisierung von Bedürfnissen, Idealen und Werten bezeichnet werden kann. Dazu werden zur Analyse u.a. die Veränderungen der Arbeitswelt, die kulturellen Entwicklungen, die technische Basis der Gesellschaft sowie die Wirksamkeit der Massenmedien herangezogen.

Abstract (English)

Taking Herbert Marcuses term „one-dimensional society” as a starting point, we try to verify whether todays „information-based society“ can still be referred to as a „one-dimensional“ one. We set off by defining terms like “alienation”, “objectification”, “freedom” and “ideology”, also taking a closer look at sociological studies by Ernst Topitsch. Critical theory of society is based on a “postulate of values” as Marcuse defined it.As a consequence life is either worth living or can be made worth living.That is why it is inevitable to consider neutrality of values of scientific results.Marcuse's proposition states that artificial needs stabilize society and are also a means to control it. Although critical theory today is widely seen as outdated, we will show in this paper that one-dimensionality has not lost its significance. On the contrary, it has even gained importance due to globalization.Standardization of needs, ideals and values is the prevailing tendency. Our analysis includes examination of changes in working environment, cultural changes, technological basis of society and also the potency of mass media.