Titelaufnahme

Titel
Zur Behandlung ins Ausland : eine kulturanthropologische Studie zum Medizintourismus / vorgelegt von Cordula Kupfer
Verfasser/ VerfasserinKupfer, Cordula
Begutachter / BegutachterinSchrutka-Rechtenstamm Adelheid
Erschienen2014
Umfang96 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Medizintourismus / Geschichte / Medizintourismus / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65013 Persistent Identifier (URN)
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Zur Behandlung ins Ausland [1.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Thema Gesundheit und Selbstverwirklichung ist in unserer Zeit ein immer wichtigeres, diese Entwicklung spiegelt sich auch im Bereich des Tourismus wieder, wo sich seit den 1980ern ein noch junger und besonders schnell wachsender Bereich ausmachen lässt, nämlich der des Medizintourismus. Darunter versteht man Reisen ins Ausland, mit dem Zweck, sich einer medizinischen Behandlung oder Operation zu unterziehen, egal ob diese lebensnotwendig oder freiwillig ist.Es wurde in dieser Arbeit nach den Motiven für medizintouristische Reisen gefragt, aber auch nach den Faktoren, die eventuell die MedizintouristInnen davon abhalten könnten, solche Reisen zu unternehmen. Als Forschungsmethode wurden vier qualitative Interviews mit PatientInnnen und eine Diskursanalyse zu im Internet veröffentlichten Artikeln gewählt. Oberstes Motiv war für alle PatientInnnen, die ins Ausland gingen, der finanzielle Anreiz, dagegen steht die Thematik der Sicherheit, auch vermittelt durch den öffentlichen Diskurs, der Menschen verunsichert.Zudem stellte sich die Frage, wie sich das relativ junge Phänomen des Medizintourismus in bestehende Konzepte der volkskundlichen Tourismusforschung einordnen lässt, die sich unter anderem auch mit dem Herausfinden des Alltäglichen im Reisen beschäftigen. Im Medizintourismus fanden sich viele Elemente, die sich im Alltag verorten ließen, beispielsweise die Bedürfnisse, die überhaupt erst zur Behandlung und Reise anregen. Die alltäglichen Einstellungen und Verhaltensweisen konnten bei den PatientInnen wiedergefunden werden, weshalb eine Betrachtung des Alltäglichen im Medizintourismus generell möglich ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Health and Self-actualization are major themes in our society, this can also be seen in tourism. Since the 1980s a young and rapidly growing market is emerging, namely medical tourism. It means travelling abroad for the purpose of a medical treatment or operation, no matter if it is necessary or elective.In this paper it was asked for the motivation of patients to go abroad, but also for those reasons that could keep them away from medical tourism. The methods of research were qualitative interviews with four patients and a discourse analysis of published articles on the internet. The first motive for patients that went abroad was the financial aspect, what could keep them away were questions about safety, that came up also because of the public discourse.Another question was how to integrate medical tourism in already excisting concepts of the ethnological tourism research, which is also searching for everyday lifes aspects in tourism. In medical tourism many aspects could be found that had their origins in everyday life, for example the personal needs to undergo a treatment or to travel abroad. The daily opinions and behaviours could be found in medical patients, this is why the search for everyday lifes aspects can be sucessful in terms of medical tourism.