Titelaufnahme

Titel
Soziale Herkunft und Lernhabitus : wie die Schicht und das Herkunftsmilieu von Studierenden Chancenungleichheit an der Hochschule verursachen können / vorgelegt von Christina Guggenberger
Weitere Titel
Social background and learning habitus : how students class and social environment can cause inequalities of opportunity at university
Verfasser/ VerfasserinGuggenberger, Christina
Begutachter / BegutachterinHaller, Max
Erschienen2014
UmfangIV, 140 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Soziale Herkunft / Lernstil / Studium / Soziale Herkunft / Lernstil / Studium / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-64952 Persistent Identifier (URN)
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Soziale Herkunft und Lernhabitus [2.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird der Lernhabitus von Studierenden aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Milieus untersucht. Der Fokus liegt auf der Fragestellung, wie sich Studierende hinsichtlich verschiedener studienrelevanter Faktoren voneinander abgrenzen. Diese Faktoren wurden aus dem Konzept des Lernhabitus von Herzberg (2004) und aus verschiedenen Studien über soziale Ungleichheiten im Hochschulwesen (z.B. Unger/Wroblewski 2006, Lange-Vester/Teweis-Kügler 2006, Bourdieu/Passeron 1971) abgeleitet. Ich habe in dieser Arbeit untersucht, ob der Lernhabitus der Studierenden mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund anhand von fünf Kategorien ein bewahrendes oder ein entwicklungsorientiertes Muster annimmt: Zu Lern- und Verarbeitungsstrategien werden hier einerseits die Fähigkeit zu autonomen Entscheidungen im eigenen Bildungsweg, andererseits auch der Umgang mit Anforderungen gezählt. Bildungsaspirationen werden damit gemessen, in welchem Grad man sich aktiv an der Scientific Community beteiligt. Dies geht auch einher mit dem Grad des Wohlfühlens in der universitären Kultur. Die biographische Reflexivität der Studierenden wird durch den Grad der Planung und Organisation ihres Studiums und an ihren Erwartungen an die Zukunft gemessen. Mit Wertvorstellungen hinsichtlich der Bildung ist gemeint, ob eher eine pragmatische Sicht auf das Studium und seine Ziele vorherrscht oder ob Bildung als Ideal gesehen wird. Die Deutungshoheit der Studierenden ist die Art, mit der sie ihre Erfolge an der Universität begründen. Das zentrale Ergebnis ist, dass entgegen den Annahmen Pierre Bourdieus, sich Studierende aus unterschiedlichen Schichten hinsichtlich ihres Lernhabitusmusters nicht voneinander unterscheiden. Unterschiede gibt es jedoch hinsichtlich der milieuspezifischen Grundorientierung der Studierenden. Studierende, die einer bestimmten Grundorientierung stark zustimmen, haben eher ein entwicklungsorientiertes Lernhabitusmuster als andere Studierende.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis examines the learning habitus of students with different social and environmental backgrounds. It focusses on the question how students differ with regard to different student-related factors. These factors were taken from the learning habitus concept of Herzberg (2004) and from different studies about social inequalities at university (e.g. Unger/Wroblewski 2006, Lange-Vester/Teweis-Kügler 2006, Bourdieu/Passeron 1971). In this master thesis I examined, if the learning habitus of students with different social background has a maintaining or a progress-orientated pattern, which are defined by the following five categories: The learning and processing strategy on the one hand means the ability to make autonomous decisions about their own course of education. On the other hand it means the students dealings with demands of lectures at university. Educational aspirations are measured by the degree of active involvement in the Scientific Community. This is accompanied by the degree of satisfaction in the academic culture. The biographical reflexivity of the students was measured by the planning and organizing of their studies and their expectation of the future. The moral concept of education means the way, the students see their education: pragmatically or ideologically. Last but not least, the sovereignty of interpretation indicates how the students assess their own success at the university. The central result of this thesis is that students from different social backgrounds do not differ in their pattern of learning habitus. Nevertheless there are differences according to their milieu-specific orientation values. Students, who have very specific orientation values, more likely have a progress-orientated pattern of learning habitus than their colleagues.