Titelaufnahme

Titel
Die konfessionellen Aspekte des josephinischen Eherechts / vorgelegt von Kathrin Gössweiner
Verfasser/ VerfasserinGössweiner, Kathrin
Begutachter / BegutachterinGebhardt, Helmut
Erschienen2014
Umfang117 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Eherecht / Josephinismus / Österreich / Eherecht / Josephinismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-64936 Persistent Identifier (URN)
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Die konfessionellen Aspekte des josephinischen Eherechts [0.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Abstract: Die konfessionellen Aspekte des josephinischen EherechtsDie Ehe als Verbindung von Mann und Frau stellte über Jahrhunderte das wesentliche Grundelement der Gesellschaft dar. Sie war stark beeinflusst von der Kirche, die alle Macht über die Ehe in ihren Händen hielt. Die römisch-katholische Kirche stellte die vorherrschende Religion dar und andere Konfessionen und Religionsgemeinschaften waren nicht anerkannt. Die Zugehörigkeit zu diesen brachte den Menschen oft negative Konsequenzen. Die Ehe lag bei ihnen ebenfalls im Einflussbereich ihrer jeweiligen Religion. Unter Kaiser Joseph II. wurden in diesem Zusammenhang bahnbrechende Reformen in der Habsburgermonarchie erlassen. Er wich von der Exklusivität der katholischen Religion ab und gewährte anderen Religionsgemeinschaften Toleranz. Der Katholizismus sollte die dominierende Religion bleiben, aber die Einflussbereiche der Kirche wurden eingeschränkt. Im Zuge dessen sollte auch das Eherecht geändert und an die nun bestehende Toleranz angepasst werden. Joseph II. stellte die Ehe unter staatliche Gewalt. Diese Arbeit stellt dar, wie sich die josephinische Toleranz konkret auf das Eherecht auswirkte, und welche konfessionellen Aspekte dieses unter Joseph II. aufwies. Sie beleuchtet die rechtliche Ausgestaltung dieser Gesichtspunkte und untersucht, welchen Stellenwert die Religion bzw. die Religionszugehörigkeit im josephinischen Eherecht einnahmen.Die Toleranz war der Auslöser für die Schaffung des neuen Eherechts und bewirkte viele diesbezügliche Regelungen. Die staatliche Ehe als bürgerlicher Vertrag galt nun neben den Katholiken auch für die tolerierten Religionsgemeinschaften. Es wurden zahlreiche Sonderbestimmungen für Nichtkatholiken erlassen. Insgesamt spielten die Religion und die Religionszugehörigkeit eine wesentliche Rolle im josephinischen Eherecht.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract: Denominational Aspects of Josephinian Matrimonial LawMatrimony as a bond between man and woman represented the basic element of society for many centuries. The church had a high influence and concerning marriage she held all power in her hands. The Roman Catholic Church was the predominant religion and other denominations and religious communities were not tolerated. Being a member of another noncatholic religion caused negative consequences. Their matrimony also was ruled by the respective religions.Under the regency of Emperor Joseph II in the 18th century there occured a lot of reforms concerning this subject. The Emperor turned his back on the exclusiveness of the catholic church and turned towards tolerance for other religious communities. Catholicism should stay the dominant religion, but the power and competences of the church should be limited. Therefore matrimonial law should also be changed and adapted to the newly established tolerance. The Emperor put the marriage under governmental power.This thesis is about how the Josephinian tolerance influenced the matrimonial law of this era and which denominational aspects were shown by the particular rules. It encompasses the legal embodiment of these aspects and tries to investigate the significance of religion and religious affiliation in Josephinian matrimonial law.The Josephinian tolerance triggered the creation of a new matrimonial law and caused a series of denominational specified regulations. The new national matrimonial law, which organized marriage as a civil contract, was in force for Catholics along with the other tolerated religions. There was a large amount of particular denominational regulations. Altogether religion and religious affiliation played a fundamental part in the Josephinian matrimonial law.