Titelaufnahme

Titel
Verbreitung und Lebensraumnutzung der Würfelnatter Natrix tessellata (Laurenti, 1768) an der Mur im Norden von Graz / von Andrea Haunold
Verfasser/ VerfasserinHaunold, Andrea
Begutachter / BegutachterinHolzinger, Werner
Erschienen2014
Umfang76 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graf. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Mur / Graz <Region> / Würfelnatter / Biotop / Mur / Graz <Region> / Würfelnatter / Biotop / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-66082 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Verbreitung und Lebensraumnutzung der Würfelnatter Natrix tessellata (Laurenti, 1768) an der Mur im Norden von Graz [16.92 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

An der Mur im nördlichen Grazer Becken (Steiermark), einem der wichtigsten Würfelnatterlebensräume Österreichs, sollte die Bestandsdichte der Würfelnatter, Natrix tessellata (LAURENTI, 1768) ermittelt sowie für die Raumnutzung am Fluss und Landlebensraum entscheidende Parameter herausgearbeitet werden. Zusätzlich sollte ein Vergleich von freier Fließstrecke, Staubereich und Unterwasserbereich von Laufkraftwerken (KW) bezüglich Lebensraumparametern und Häufigkeit der Würfelnatter erfolgen.Begehungen wurden von April bis Oktober 2013 zwischen Gratkorn und Friesach durchgeführt. Es wurden Künstliche Verstecke (KV) in 4 Bereichen im Abstand von 50 m entlang beider Ufer exponiert: KW Friesach (20 KV), KW SAPPI (19 KV), Freie Fließstrecken Süd und Nord (46 KV). An 36 Begehungstagen wurde jedes KV im Mittel 13 Mal kontrolliert. 101 Würfelnattern wurden dokumentiert, davon 87 gefangenen, vermessen und zum Wiedererkennen fotografiert. Die Altersklassenverteilung war mit 25 Jungtieren, 37 Subadulten und 29 Adulten ausgewogen. 8 von 11 Wiederfängen erfolgten unter dem gleichen Plot wie beim Erstfund, die Wiederfangquote lag bei 12,6 %. Die Größe der lokalen Population wurde mit der Lincoln-Peterson-Methode für 8 Flusskilometer auf 600 90 Tiere geschätzt, was einer Dichte von 75 10 Tieren / km entspricht. Das Vorkommen der Würfelnattern war in allen Bereichen etwa gleich hoch; nur beim KW Friesach wurden mit 2 adulten Würfelnattern deutlich weniger Schlangen nachgewiesen. Die Analyse der Habitatparameter ergab, dass die Flussuferseite besonders relevant war - das orographisch rechte (ostexponierte) Ufer erbrachte bessere Fangergebnisse. Zudem waren KV, die ufernah exponiert und teilweise bis überwiegend besonnt waren, attraktiver. Positiv auf die Annahmewahrscheinlichkeit wirken sich auch Ost- und Südexposition aus. Negativ waren z.B. landseitig durchgehend flache Ufer, wasserseitig steil abfallende Ufer und ein Mangel an Strukturen im Gewässer und landseitig.

Zusammenfassung (Englisch)

Population density and relevant parameters for habitat use of the dice snake, Natrix tessellata (LAURENTI, 1768) were investigated in a part of the river Mur known for its suitability as dice snake habitat. Additionally, free flowing stretches and areas upstream and downstream hydroelectric power plants were compared regarding habitat parameters and dice snake abundance.The field work was conducted between April and October 2013 north of Graz (Styria, Austria) between Gratkorn and Friesach. Artificial cover boards (“plots” of pool liner) were exposed in 4 research areas in distances of 50 meters along the river. The study areas were: hydroelectric power plants “Friesach” (20 plots) and “SAPPI” (19 plots) and free flowing river streches between these barriers (46 plots). Within 36 field days each plot was examined 13 times.A total of 101 dice snakes were found, thereof 87 were caught, measured and photographed for capture-recapture recognition. Dice snakes were found in all age classes: 25 juveniles, 37 subadults and 29 adults. 11 snakes were recaptured, 8 of them again under the same cover board. Recapture rate was 12,6 %, the estimate of the local population number along 8 km of river is 600 90 dice snakes (population density is 75 10 / km), using the Lincoln-Peterson-method. The densities seem homogenous throughout the whole study area, except for “Friesach” hydroelectric power plant, where only 2 dice snakes could be recorded.The orographically right waterside (i.e. eastern exposition) was more attractive than the left one. Other habitat parameters that showed a positive influence on the acceptance of plots are distance from the waterside (the closer the better), sunny exposition, and exposition towards east or south. Concerning the shoreline, deep water on the aquatic side, shallow banks on the terrestrial side and lacking structures both in the river and in the terrestrial habitats had negative impact on the probability of finding dice snakes.