Titelaufnahme

Titel
Macht-Kommunikation in den Ladungsschreiben und Propositionen ausgewählter Reichstage der Jahre 1521-1566 : eine Diskursanalyse / vorgelegt von Magdalena Maria Wiesmeyr
Verfasser/ VerfasserinWiesmeyr, Magdalena Maria
Begutachter / BegutachterinHaug-Moritz Gabriele
Erschienen2014
Umfang157 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Reichstag / Politische Kommunikation / Geschichte 1521-1566 / Reichstag / Politische Kommunikation / Geschichte 1521-1566 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65918 Persistent Identifier (URN)
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Macht-Kommunikation in den Ladungsschreiben und Propositionen ausgewählter Reichstage der Jahre 1521-1566 [0.77 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit setzt sich diskursanalytisch mit der Frage nach der sprachlichen Beschaffenheit und kommunikativen Wirkung des kaiserlichen Macht-Diskurses in den Ladungsschreiben und Propositionen der Reichstage von 1521, 1530, 1547/48, 1555 und 1566 im Längsschnittverfahren auseinander. Es kann damit ein Beitrag zur Erforschung politischer Herrschafts-Kommunikation im 16. Jahrhundert in Bezug auf die sie formenden Einflussfaktoren und ihre konkrete Umsetzung der Dar- und Herstellung von Machtansprüchen geleistet werden. Das in Briefform verfasste Ladungsschreiben und die aufgrund ihrer Verortung im Reichstagsgeschehen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit zu verankernde Proposition sind Teil der verdichteten Herrschaftskommunikation auf Reichstagen und innerhalb dieses kommunikativen Geschehens als eine dem Kaiser vorbehaltene Vorkommunikation im öffentlichen Raum beschreibbar, die eine präformierende Wirkung auf den darauffolgenden kommunikativen Austausch zwischen Kaiser und Ständen hatte. Die Forschung hat sich in der jüngeren Vergangenheit vor allem mit dem zeremoniell-kommunikativen Akt auf Reichstagen auseinandergesetzt, diese Arbeit konzentriert sich dagegen auf den diskursiven innerhalb der Textquellen, über welchen der Kaiser Werte, Normen und Wissensbestände aufruft, die seinen Machtanspruch legitimieren sollen. Der über diese Analyse identifizierbare "Leistungsdiskurs", in der bisherigen Forschung unbeachtet geblieben, wird hier über die dichte Beschreibung des Phänomens und eine in Bezug-Setzung zu dessen Kontexten und sprachlichen Strukturen wie Wirkungen für die Beschreibung der politischen Kommunikation im 16. Jahrhundert nutzbar gemacht.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis takes the theoretical approach of (critical) discourse analysis as the basis of investigating into the linguistic features and communicative effect of imperial demonstrations of power in discourse, as displayed in the summons (Ladungsschreiben) and propositions (Propositionen) of the Reichstage in the years of 1521, 1530, 1547/48, 1555 and 1566.Therefore, this paper contributes to the general field of investigation of power and discourse in the 16th century, concerning the impact of key factors and their role in the establishment and representation of ambitions for power.Both the summons (as a written format) and the propositions (written in form but oral in function) are representative of the omnipresence of ambitions for power in communication. The Kaiser?s exclusive role in the communicative situation finds its expression in a preformed effect on the consequent discourse between the Kaiser and the estates.In the last couple of years, the focus of historical research lay on the ceremonial aspects of communication in the Reichstage, whereas this thesis puts emphasis on the analysis of the discursive aspects. Following the line of argument, the conclusion is drawn that the demonstration of imperial achievements through language is a significant feature of the imperial demonstration of power, and of the political language and communication in the 16th century, on the whole.