Titelaufnahme

Titel
"Die Frau schweige in der Kirche" : Frauen als Führungskräfte in der katholischen Kirche im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Wahrnehmung und Realität in der Organisation / Andrea Kager-Schwar
Verfasser/ VerfasserinKager-Schwar, Andrea
Begutachter / BegutachterinPrisching, Manfred
Erschienen2014
Umfang42 Bl. : 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Katholische Kirche / Frau / Führungskraft / Katholische Kirche / Frau / Führungskraft / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65710 Persistent Identifier (URN)
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"Die Frau schweige in der Kirche" [0.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die katholische Kirche und ihr Umgang mit Frauen stehen im öffentlichen Diskurs regelmäßig in der Kritik. In einer Zeit, in der die Gleichstellung der Frau im öffentlichen und privaten Leben weitgehend außer Frage steht, ist sie die einzige Organisation von gesellschaftlicher Relevanz, in der Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts dezidiert von bestimmten Positionen ausgeschlossen sind. Dieser Ausschluss bezieht sich auf alle Weiheämter, deren Trägern nach geltendem Kirchenrecht die verbindliche Festlegung von Glaubensinhalten allein zukommt. Die Katholische Kirche ist aber nicht nur eine Gemeinschaft von Gläubigen sondern auch eine weit verzweigte Organisation mit praktisch allen Merkmalen weltlicher Unternehmen. Sie ist wirtschaftlich, sozial und kulturell tätig und mit ihren Teilorganisationen einer der größten Arbeitgeber des Landes. An ihrer Spitze steht zwar der jeweilige Ortsbischof mit dem Generalvikar als Stellvertreter, alle anderen Ebenen sind jedoch nicht an ein Weiheamt gebunden und stehen aus diesem Grund Männern wie Frauen gleichermaßen offen. Tatsächlich ist in den letzten 10 bis 15 Jahren in diesem Bereich einiges in Bewegung geraten und Frauen nehmen mittlerweile einige echte kirchliche Spitzenpositionen ein. Dies scheint jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend unbemerkt geblieben zu sein. In der vorliegenden Arbeit wurde daher mittels einer repräsentativen Umfrage unter steirischen Katholikinnen und Katholiken erhoben, inwieweit Frauen in kirchlichen Führungspositionen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und dies der tatsächlichen Situation in der Diözese Graz-Seckau gegenübergestellt. Anhand des Ergebnisses wird schließlich die Frage nach Defiziten und Versäumnissen in der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit aufgeworfen und konkrete Handlungsoptionen für diesen Bereich aufgezeigt. Ergänzt wird die Arbeit durch einen Audioteil, in dem Frauen in kirchlichen Toppositionen und prominenten Kirchenvertreter zu Wort kommen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Catholic Church is frequently faced with strong critical remarks in public discourse concerning its attitude towards women. Nowadays when equality of women in public and private life is largely seen as a social agreement, the Catholic Church is the only organization of significant size and importance in which women are excluded from several positions only because of their gender. This exclusion applies to all ordination offices whose representatives are exclusively entitled to determine obligatory beliefs by canon law. However, the Catholic Church is not only a community of believers but also a widespread organization with many features of business and management. Its activities include entrepreneurial, social and cultural aims and make the Catholic Church with its several associations one of the largest employers in the country. Although each diocese is headed by the local bishop with the vicar general as his deputy, all other levels, however, are not tied to any ordained ministry and are equally accessible for men and women. In fact, things have been moving in the last 10 to 15 years and fortunately women are now taking on some important leading positions in the church. But this seems to have remained completely unnoticed in the public eye. This masterthesis tries to explore by means of a representative survey among Styrian Catholics if women are perceived in church leadership positions and compare this to the real situation in the diocese of Graz-Seckau. Based on the results of this comparison deficits and failures in public relations and communication activities of the Catholic Church are picked up and discussed in this publication and supplemented by specific recommendations for further strategies. This thesis is completed by an audio part including interviews with women who work in diocesan top positions and opinions of important male representatives of the Catholic Church.