Titelaufnahme

Titel
Das Organtransplantationswesen in Österreich / eingereicht von Johanna Feldbaumer
Weitere Titel
The system of organ transplantation in Austria
Verfasser/ VerfasserinFeldbaumer, Johanna
Begutachter / BegutachterinStöger, Karl
Erschienen2014
UmfangZsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Transplantation / Recht / Österreich / Transplantation / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65651 Persistent Identifier (URN)
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Das Organtransplantationswesen in Österreich [0.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Organtransplantation hat sich in den vergangenen 50 Jahren als gängige Praxis und wichtiger Teil der Medizin etabliert. Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll auf die wichtigsten rechtlichen Aspekte des Transplantationswesens in Österreich eingegangen werden. Für die Funktionsfähigkeit und Effizienz eines Transplantationssystems, in einem demokratisch verfassten und grundrechtsbezogenen Rechtsstaat, braucht es rechtliche Rahmenbedingungen und Regelungen, denen auch die Medizin in ihrer Anwendung und Weiterentwicklung untersteht. Im Spannungsfeld zwischen Medizin und Recht versucht das in Österreich seit dem Jahr 2012 gültige Organtransplantationsgesetz (OTPG), welches im Zuge der Umsetzung der Europäischen Richtlinie über Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe erlassen wurde, den Bogen zwischen medizinischen Notwendigkeiten und rechtlichen Anwendungsschranken zu spannen. In der vorliegenden Arbeit wird nach der Beschreibung der Rechtsentwicklung auf EU-Ebene, Europaratsebene und nationaler Ebene das OTPG kommentiert. Es wird ua die in Österreich schon seit 1982 geltende Widerspruchslösung und die erstmals geregelte Lebendorganspende näher beleuchtet. Darüber hinaus werden kontroversielle Punkte, die vom Gesetz zum Teil nicht geregelt wurden, aufgeworfen, und auf ihre verfassungsrechtliche Zulässigkeit geprüft. Hier wird ua das Entnahmekriterium "Hirntod" auf seine Verfassungsmäßigkeit im Lichte des Art 2 EMRK geprüft, indem die Frage geklärt wird, wann der verfassungsrechtliche Lebensschutz endet bzw ob dieser Zeitpunkt mit jenem des Hirntodes zusammenfällt. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der Allokation der Organe, für die es in Österreich keine rechtlich verbindlichen Regelungen gibt. Die Verteilung der Organe erfolgt über die Stiftung Eurotransplant in Leiden.

Zusammenfassung (Englisch)

Organ Transplantation has established itself as a common practice and an integral aspect of medicine in the last 50 years. This diploma thesis will outline and discuss the most important legal aspects of organ transplantation in Austria. In order for health and organ transplantation systems in a constitutional democracy that is dedicated to acknowledging fundamental rights to be as effective and efficient as possible, strict adhesion to underpinning regulatory framework and regulations must occur. In an effort to find an appropriate combination of medical necessity and legal restrictions, Austria implemented the Law of Organ Transplantation in 2012. This implementation transposed the European directive on standards of quality and safety of human organs intended for transplantation into national law.This thesis covers the legal development of the law of organ transplantation on three individual levels; European Union level, the Council of Europe level and the national level. Within this thesis the opting- out system in which donation can take place unless there is evidence of any objection to donation, implemented throughout Austria in 1982, and the regulation on living organ donation will be discussed in detail. Additionally, this thesis will examine controversial practices that are partially yet to be regulated and whether those practices are constitutionally valid. One of the key discussion points in this chapter is the controversial issue of brain death, its relevance to Art 2 EMRK and the ending of the constitutional protection of life and whether this point in time coincides with brain death. The final chapter of this thesis will analyze the non-existence of legally binding regulations regarding the allocation of organs in Austria. Any organs currently donated within Austria are allocated at the foundation of Eurotransplant in Leiden.

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