Titelaufnahme

Titel
Differenzsensibilität in ausgewählten Einrichtungen der sozialpädagogischen Gesundheitsförderung / vorgelegt von Kerstin Elisabeth Karlin
Verfasser/ VerfasserinKarlin, Kerstin Elisabeth
Begutachter / BegutachterinCzejkowska, Agnieszka
Erschienen2014
Umfang130 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Sozialarbeit / Gesundheitsförderung / Vielfalt
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65620 Persistent Identifier (URN)
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Differenzsensibilität in ausgewählten Einrichtungen der sozialpädagogischen Gesundheitsförderung [2.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit geht von der Annahme aus, dass der Einbezug einer differenzsensiblen Ausrichtung im Rahmen von Einrichtungen und Projekten der sozialpädagogischen Gesundheitsförderung in Zeiten einer zunehmenden Pluralisierung von Lebenswelten unerlässlich ist. Zentrale Aspekte einer differenzsensiblen Haltung sind der Lebensweltbezug, eine offene und wertschätzende Grundhaltung gegenüber Differenzen und die Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion. Das System der Gesundheitsvorsorge bedarf solch differenzsensibel agierender Mitarbeiter_innen, die den Herausforderungen einer pluralen Gesellschaft offen gegenüberstehen und versuchen bedarfsgerechte Angebote zu formulieren. Nur dann kann eine nachhaltige Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit erreicht werden. Die Verschränkung von Gesundheitsförderung und Sozialer Arbeit ist im Hinblick auf die Verbesserung der gesundheitlichen Situation und der Befähigung zur gelingenden Lebensbewältigung sinnvoll. Das Anstreben von Chancengerechtigkeit kann in diesem Zusammenhang als leitendes Ziel gesehen werden. Dies gilt sowohl für reale Angebote als auch für die Gestaltung von Homepages. Der empirische Teil zeigt, dass die ausgewählten Einrichtungen der sozialpädagogischen Gesundheitsförderung diesem Auftrag in der derzeitigen Gestaltung ihres Internetauftritts nur unzureichend nachkommen. Der Einbezug einer differenzsensiblen Haltung passiert zwar mittels konzeptueller Darstellung und informeller Elemente, jedoch kann aufgrund des fehlenden Angebots von zusätzlichen Unterstützungsangeboten für bestimmte Personengruppen davon ausgegangen werden, dass das Konzept der Differenzsensibilität noch zu wenig beachtet wird. Für die Inklusion aller Bevölkerungsgruppen ist es unerlässlich, dass Differenzsensibilität in Zukunft zu einer Grundhaltung im Bereich der Gesundheitsvorsorge wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with diversity. The aim of the thesis is to point out that an increasing sensitivity for diversity is essential in all settings, because of the pluralisation of living environments. Dealing with diversity is characterised by an attitude, which identifies and values heterogeneity. In this way it is possible to plan and implement adequate projects in Health Promotion. For handling heterogeneity it is necessary to be open-minded and to value diversity as well as to (self-)reflect. The awareness of coaches in the field of Health Promotion for the importance of the resource diversity must be raised, to face the challenges of a plural society. In addition it is essential to establish a suitable institutional and judicial framework to be able to make target group specific offers. This is mandatory to reduce the existing health inequities. An alliance between Social Education and Health Promotion is highly required. ?Fairness is a leading aim in real life as well as concerning the design of websites. The empirical analysis shows, that they include diversity in their conceptual description, for example they refer to the importance of settings, and also in informal elements such as information brochures in different languages. They do not include different settings or offer additional assistance for vulnerable groups. Dealing with diversity did not become second nature yet. Due to this result, dealing with diversity should be seen as a guiding principle?. Politics and institutions of Health Promotion have to be committed to attach importance to the special needs of people in order to provide egalitarianism?.