Titelaufnahme

Titel
Traitrumination und kardiovaskuläre Reaktivität unter sozialer Belastung : Effekte einer evaluativen Bedrohung / Maike Sitter
Verfasser/ VerfasserinSitter, Maike
Begutachter / BegutachterinGramer, Margit
Erschienen2014
UmfangVIII, 191 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Psychische Belastung / Grübeln / Kardiovaskuläres System / Psychische Belastung / Grübeln / Kardiovaskuläres System / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65579 Persistent Identifier (URN)
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Traitrumination und kardiovaskuläre Reaktivität unter sozialer Belastung [1.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Rumination ist ein Vulnerabilitätsfaktor für Depressionen (z.B. Rusting & Nolen-Hoeksema, 1998) und als perseverierende Kognition mit negativen Konsequenzen für die kardiovaskuläre Gesundheit assoziiert (Brosschot, Gerin & Thayer, 2006). Dennoch sind bislang nur wenige Studien bekannt, welche die Stresseffekte der Traitrumination in aktiven Copingsituationen direkt erforschen. In der vorliegenden Studie wurden die kardiovaskulären und subjektiven Reaktionen von 55 Frauen während einer aktiven Copingaufgabe, einer Redeaufgabe mit Videoaufzeichnung, deren Antizipation und Erholung untersucht. Dazu wurden diese anhand ihrer Traitruminationsausprägung in ?hoch? und ?niedrig? eingeteilt und zu vergleichbaren Anteilen entweder einer sozial-evaluativen Redebedingung (n = 28) oder einer neutralen Redebedingung (n = 27) zugeordnet. In der sozial-evaluativen Bedingung wurde die spätere Bewertung der Videoaufzeichnung der Rede angekündigt, während in der neutralen Bedingung gesagt wurde, dass diese ausschließlich der Erfassung von Effekten des Sprechens auf den Blutdruck diene. Personen mit einer hohen Traitruminations-Ausprägung wiesen in der sozial-evaluativen Bedingung eine verstärkte Herzratenreaktivität während der Stressphase und eine schlechtere Erholung in der Herzrate auf. Dieser Befund blieb unter der Kontrolle der Depressivität stabil. Die schlechtere Erholung in der Herzrate entspricht dem zweiten Reaktionstyps nach McEwen (1998, 2000). Eine solche erhöhte allostatische Belastung ist mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen assoziiert. Zusammengenommen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Traitrumination unter gewissen Bedingungen mit erhöhten kardialen Kosten und abweichenden subjektiven Reaktionen verbunden ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Rumination is a core symptom of depressive disorders (e.g., Rusting & Nolen-Hoeksema, 1998). As a form of perseverative cognition it is associated with negative cardiovascular health outcomes (Brosschot, Gerin & Thayer, 2006). Though, only few studies are known which address rumination as a trait in active coping situations. In the present study 55 women were identified as high or low trait ruminators. They were assigned to either a social-evaluative condition (n = 28) or a neutral condition (n = 27) in a way that in both conditions half of them were high trait ruminators and the other half were low trait ruminators. In both conditions they had to anticipate, prepare and give a speech which was videotaped. In the social-evaluative condition the latter evaluation of the video of the speech was announced, whereas in the neutral condition they were told that the video only served for the control of speaking influences on blood pressure. In the social evaluative condition a heart rate effect was observed with a higher overall heart rate in high trait ruminators during the stress task. This effect was not confounded with depression. Besides, high trait ruminators showed a poorer heart rate recovery indicating higher physiological costs. This result is in line with McEwen?s reaction type two (1998, 2000) in the framework of the model of allostatic load. Heightened allostatic load is related to negative health outcomes. Summing up, this study provides preliminary evidence that trait rumination is associated with adverse reactions in self-relevant active coping conditions indicated by heightened physiological and subjective arousal.