Titelaufnahme

Titel
Meine Zeit, mein Leben : ein kulturwissenschaftlicher Blick auf das Spannungsfeld von Zeitspielräumen / vorgelegt von Angelika Lorenz
Weitere Titel
My time, my life. An ethnographic view on the area of tension of timing scopes.
Verfasser/ VerfasserinLorenz, Angelika
Begutachter / BegutachterinRolshoven Johanna
Erschienen2014
Umfang133 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zeit / Muße / Zeit / Muße / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-65392 Persistent Identifier (URN)
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Meine Zeit, mein Leben [1.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Meine Zeit, mein Leben. Ein kulturwissenschaftlicher Blick auf das Spannungsfeld von Zeitspielräumen. Beschleunigung wurde zum elementaren Prinzip moderner Zeitkultur ? Geld zum Medium der Vergesellschaftung, das sich ständig bewegen und vermehren soll. Der Zwang, Zeit zu sparen, greift nicht nur auf Bereiche der Erwerbsarbeit und des Verkehrs, sondern auf beinahe alle Alltagsaktivitäten zu und verändert diese in ihrem sozialen Charakter. Vor dem Kontext der gegenwärtigen Dynamik eines wirtschaftlichen Strukturwandels können Leerläufe, also Momente, Stunden, aber auch Tage, in denen vermeintlich nichts passiert, tendenziös zur Bedrohung und zu einem lästigen oder zu einem unangenehmen Zustand werden. Nichtsdestotrotz ist dies noch längst kein Beweis dafür, dass diese Zustände und Praxen der vermeintlichen Zeitverschwendung, die sich etwa hinter dem Begriff Nichtstun verbergen, auch tatsächlich negativ erlebt und vermieden werden. Zentrale Fragen dieser Forschung sind: Welche Formen kann Nichtstun inmitten eines getriebenen gesellschaftlichen Gewirrs annehmen, welche Bedeutung kommt bewusst gesetzten Leerläufen auf persönlicher Ebene zu? Die Auffassung von Wohlstand, in gegenwärtigen politischen und medialen Diskursen häufig auf seine materiellen Komponenten reduziert, verschleiert nicht nur die speziellen Klasseninteressen die hinter der Durchsetzung dieses neoliberalen Modells stehen. Diese Betrachtung verschließt auch den Blick auf alternative Sicht- und Lebensweisen wie etwa im ?Zeitwohlstand? zu leben. Im empirischen Teil dieser Arbeit wird der Blick auf Protagonistinnen gerichtet, welche die Tendenzen eines hegemonialen (Leistungs-) und Zeitnutzungsbildes reflektieren. Da sich das strukturelle Zeitkostüm nicht einfach abstreifen lässt, stehen die Diskrepanzen ihrer Bemühungen ? Lebenskonzepte zu entwerfen, in welchen mitunter Formen von Muße als Teil des Lebensstils neu gedacht und gelebt werden, im Mittelpunkt.

Zusammenfassung (Englisch)

My time, my life. An ethnographic view on the area of tension of timing scopes.Acceleration has become an elementary principle of modern society. At the same time, money turned into the medium of socialization and is meant to constantly flow and multiply. These social changes over the last decades could be summed up in the common saying ?Time is money? and means that you have to gain time, in order to gain money. The imperative of saving time accesses not only areas of employment and traffic but also almost all spheres and activities of daily living and changes those areas of life in their social character. The perception of prosperity, in political and medial discourses often reduced on its material components, veils not only the specific class interests behind the enforcement of the neoliberal model. This approach also ignores alternative attitudes toward a way of life, in which wealth is linked to a ?prosperity of time ?, for example. In the light of the current dynamics of economic change, moments, hours, but also days where seemingly nothing happens, can tendentiously turn into an annoying or unpleasant condition. Nevertheless, this is still far no evidence that these conditions and practices of the supposed waste of time, hidden behind the notion as ?nothing?, are actually negative experiences and therefore avoided. The central questions of this thesis are: What forms can those conditions take in the midst of a society driven maze? Which meanings come to them on a personal level? How does it affect the concept of the protagonists? life? Therefore, the empirical part of this thesis is aimed to catch a glimpse of the protagonists? views that reflect the tendencies of a hegemonic time-use image. Because the powerful structural time-regime cannot be simply avoided, their pursuit to design a concept of life and living, in which forms of leisure can be thought and lived as parts of their biographies, is the focus.

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