Titelaufnahme

Titel
Genetic analysis of paternity & relationship quality in Japanese macaques (Macaca fuscata fuscata) / by Claudia Radler
Verfasser/ VerfasserinRadler, Claudia
Begutachter / BegutachterinSefc, Kristina
Erschienen2014
UmfangIV, 80 Bl. : Zsfassungen (1 Bl.) ; Ill., graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Japanmakak / Interaktion / Japanmakak / Interaktion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-64799 Persistent Identifier (URN)
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Genetic analysis of paternity & relationship quality in Japanese macaques (Macaca fuscata fuscata) [11.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Beziehungsqualität wird durch Interaktionsmuster und -häufigkeit definiert. Eine Theorie von Cords und Aureli beschreibt Beziehungsqualität durch drei Komponenten: den Wert einer Beziehung, die Kompatibilität zwischen zwei Interaktionspartnern und die Sicherheit oder Beständigkeit einer Beziehung. Gefangenschaft kann das natürliche Verhalten von Tieren durch Platzmangel und menschliches Eingreifen in die Sozialstruktur beeinflussen. In semi-freier Haltung sind die Gehege meist größer und nur wenige regulative Eingriffe nötig. Abgesehen vom fehlenden Genfluß und dadurch bedingter Inzucht, ist unter diesen Haltungsbedingungen artgerechtes Verhalten meist möglich. In dieser Studie wurde die Beziehungsqualität einer semi-frei lebenden Gruppe von Japanmakaken untersucht. Dafür wurden Vaterschaftstests durchgeführt. 43 von 85 Vaterschaften konnten geklärt werden. Dreiviertel der Elterntiere waren nicht verwandt, lediglich in drei Fällen war der Verwandtschaftskoeffizient r>=0.125 (10 Fälle: Verwandtschaft ungeklärt). Nahe verwandte Tiere verpaarten sich ebenso häufig wie es bei zufälliger Verpaarung erwartet wird. Aktive Inzuchtvermeidung konnte nicht festgestellt werden. Die Vaterschaften waren über viele Männchen der Gruppe verteilt. Den höchsten reproduktiven Erfolg hatten drei niederrangige Männchen, durchschnittlich ist der Fortpflanzungserfolg aber bei hochrangigen Tieren höher. Grooming kommt signifikant häufiger zwischen verwandten als nicht-verwandten Tieren vor. Dies unterstützt die Verwandtenselektions-Theorie, welche besagt, Verwandte sollten sich gegenseitig helfen um dadurch ihre indirekte Fitneß zu erhöhen. Aggression und Submission sind auf dyadischem Level ebenfalls signifikant häufiger zwischen verwandten als nicht-verwandten Tieren zu beobachten. Auf Level des Fokustieres ergab die Analyse jedoch signifikant weniger Aggression und Submission zwischen lineal verwandten als nicht-verwandten Tieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Relationship Quality is defined by the pattern and frequency of interactions. Cords and Aureli proposed that it can be described by three components: Value, Compatibility and Security. In captive animal groups, social behaviour might be influenced by limited space and human interventions and therefore might differ in some aspects from natural social behaviour. In semi-captive enclosures the space limitation is more moderate and human interventions are normally restricted to the bare minimum required. Apart from the missing gene flow, which might lead to inbreeding, the social behaviour should be almost natural. I studied the relationship quality of a semi-captive group of Japanese macaques. To gain knowledge of the paternal kinship I did paternity tests and I resolved the paternity of 43 out of 85 Landskron-born individuals. Three-fourths of the parent pairs were not related, in two cases the relatedness was based on r=0.125 and in one case on r>0.125 (10 pairs relatedness uncertain). Permutation tests showed that reproduction by closely related individuals was as frequent as expected by chance. No evidence of active inbreeding avoidance could be found. Paternity was distributed over a large number of males (19 out of 34). Reproductive success was highest in some subordinated males, but maybe due to the age of these males and the attractiveness of young, unfamiliar males. On average reproductive success was higher in top ranking males. Becoming a top ranking male may entail reproductive advantage and therefore a higher fitness. Grooming occurred significantly more often in lineal related kin than in non-kin individuals. This supports the kin-selection hypothesis which says kin should favour each other because of inclusive fitness benefits. Furthermore, on dyadic level, aggression and submission occurred significantly more often in kin than in non-kin, although on the level of the focal individual less aggressive and submissive interactions were found in lineal kin.